31. Oktober 2007

- Neue DIN 18232-2 Rauch- und Wärmefreihaltung
- Erstellung von Plänen mit "Tenado 2008"
- Hersteller-Kooperation XPR erweitert ihr Programm
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 Neue DIN 18232-2 Rauch- und Wärmefreihaltung

Im November erscheint die neue DIN 18232-2 Rauch- und Wärmefreihaltung – Teil 2: Natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA); Bemessung, Anforderungen und Einbau. Gegenüber der Fassung von 2003 wurden einige Änderungen vorgenommen und an die DIN EN 12101-2 angepasst.
Die Bemessung der NRA nach der DIN 18232-2 setzt voraus, dass die Rauchabschnittsflächen entweder ≤ 1.600 m² groß sind oder durch Rauchschürzen in maximal 1.600 m² große Rauchabschnittsflächen unterteilt werden. Als Erleichterung kann die maximale Größe des Rauchabschnittes auf maximal 2.600 m² vergrößert werden, wenn die aerodynamisch wirksame Rauchabzugsfläche nach Tabelle 3 der Norm für jede ab 1.600 m² angefangene 100 m² um 10% erhöht wird.
Folgende Änderungen wurden eingebracht:
- Kapitel 3 Begriffe“ wird um die Definition für eine „rauchoffene Decke“ ergänzt. Dabei handelt es sich nach der Norm um eine unter der raumabschließenden Decke eingebrachte, meist abgehängte Konstruktion mit mindestens 50% freiem, gleichmäßigem Flächenanteil, um eine ungehinderte Durchströmung der Rauchgase zu ermöglichen.
- Die Erleichterungen 6.2 A und 6.2 B dürfen künftig für Räume von mind. 7,0 m Höhe und über 1.600 m² Fläche in der Bemessungsgruppe 3, 4 oder 5 bei einer mindestens 1,0 m hohen Rauchschürze je 1.600 m² gewählt werden. Eine Kombination der Erleichterungen ist nicht möglich.
- Die Austrittsöffnungen der im Dach eingebauten natürlich wirkenden Rauch- und Wärmeabzugsgeräte (NRWG) müssen mindestens 25 cm über angrenzenden Dachflächen liegen.
- Die Mindestfläche des NRWG sollte 1,0 m² geometrische Öffnungsfläche nicht unterschreiten.
- Die statische Auslösetemperatur sollte bei thermischen Auslösern in der Regel 72°C nicht überschreiten.
- Der Abschnitt 9 zu Kennzeichnung des NRWG und Anhang A wurden ersatzlos gestrichen, weil diese Regelungen in DIN EN 12101-2 enthalten sind.
Die DIN 18232-2 kann bezogen werden bei: Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
www.beuth.de


 Erstellung von Plänen mit "Tenado 2008"

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|  Laut Hersteller eignet sich das Programm "Tenado 2008" für die Erstellung von Alarm– und Meldeanlagenplänen, Flucht- und Rettungsplänen, Brandschutzplänen, Explosionsschutzplänen, Feuerwehreinsatz- und Lageplänen, Feuerwehrlaufkarten u.a.
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Die Firma Technobox aus Bochum stellt mit "Tenado 2008" ihre aktuelle Software zur Erstellung von verschiedenen Plänen und Karten, wie z.B. Flucht- und Rettungsplänen und Feuerwehrpläne, vor. Die Zielgruppen des Programms sind u.a. Brandschutzbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Sicherheitsbeauftragte eines Unternehmens, Ingenieurbüros oder Sachverständige für Brandschutz.
Für die Erstellung eines Flucht- und Rettungsplans können neben einem im Programm erstellten Grundriss bereits vorhandene Dateien aus CAD-Programmen oder eingescannte Papiervorlagen verwendet werden. Bei importierten DXF- und DWG-Dateien werden die Objekteigenschaften wie Liniendicke, Farbe und Ebenenzugehörigkeit übernommen.
Die benötigten Symbole und Piktogramme aus dem Feuerwehr- und Brandschutzwesen können aus der enthaltenen Bibliothek herausgesucht und in die eigenen Pläne eingefügt werden. Piktogramme für die Feuerlöscher werden dabei z. B. automatisch in eine horizontale Stellung gedreht, andere Brandschutzsymbole werden nicht gedreht oder gespiegelt. Verschiedene Werkzeuge stehen dem Anwender zur Verfügung, die zur Erzeugung oder Bearbeitung von Zeichenelementen dienen.
Laut Hersteller eignet sich das Programm für die Erstellung von Alarm– und Meldeanlagenplänen, Flucht- und Rettungsplänen, Brandschutzplänen, Explosionsschutzplänen, Feuerwehreinsatz- und lageplänen, Feuerwehrlaufkarten u. a.
"Tenado 2008" wurde für Windows XP und Windows Vista entwickelt. Die Benutzeroberfläche wurde der Handhabung von Windows Programmen angepasst, um dem Anwender die Nutzung zu erleichern.
Technobox GmbH
www.technobox.de


 Hersteller-Kooperation XPR erweitert ihr Programm

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|  Die XPR-Brandwände bestehen aus einer Unterkonstruktion von Protektor, die beidseits mit einer doppelten Lage Gipsfaserplatten von Xella beplankt werden. Der Wandhohlraum enthält eine Dämmung von Rockwool.
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Eine Erweiterung des XPR-Programms stellten jetzt die drei Hersteller Xella Trockenbau-Systeme, Protektor und Rockwool (XPR) vor und präsentierten Konstruktionen für tragende und nicht tragende Brandwände, ein freitragendes Deckensystem mit Brandschutzeigenschaften sowie das XPR Fassadenschwert.
XPR ist eine Vertriebs- und Marketing-Kooperation der drei Unternehmen Xella (mit Fermacell Gipsfaser-Platten), Protektor (mit Metall-Unterkonstruktionen) und Rockwool (mit Steinwolle-Dämmstoffen), die als Alternative zu bestehenden Trockenbau-Wandsystemen entwickelt wurde.
Mit den neuen Brandwänden XPR W 150/210 BW tragend und XPR W 100/160 BW bzw. XPR W 125/185 BW wird das XPR-Programm erweitert. Erstellt werden die XPR-Brandwände durch eine Unterkonstruktion aus den Protektor Maxi Profilen CW 150 x 50 x 1,5 (tragende Variante), die beidseits mit einer doppelten Lage von 2 x 15 mm (alternativ 3 x 10 mm) Fermacell Gipsfaser Platten von Xella beplankt werden. Dabei wird beidseits zwischen der ersten und zweiten Lage jeweils ein verzinktes Stahlblech (nach DIN 18182 Teil 1) von 0,5 mm Dicke angeordnet. Die nicht tragende Version wird mit den Protektor-Profilen CW 100 x 50 x 0,6 bzw. CW 125 x 50 x 06 ausgeführt. Der Wandhohlraum wird mit 100 mm Rockwool Termarock 30 gedämmt. Die Konstruktion erfüllt die Brandschutzanforderungen F90-A und erreicht einen Schalldämmwert von Rw,R = 63 db. Sie kann für Wandhöhen bis 500 cm eingesetzt werden.
Bislang standen bei XPR nur insgesamt 4 Konstruktionsvarianten für verschiedene Wandlösungen zur Verfügung, die unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Stabilität und des Schallschutzes erfüllen. Mit dem Deckensystem XPR D 77 U und XPR D 77 UO wird das Programm nunmehr um freitragende Decken ergänzt. Dabei wird eine Konstruktion aus CD-Profilen 60 x 27 x 06 (alternativ kann auch ein Hutprofil eingesetzt werden), sowie dem Anschlussprofil U 77 und dem Weitspannträgerprofil UA 75-20 (alle Profile von Protektor) mit einer doppelten Lage Fermacell Gipsfaser-Platten 2 x 10 mm beplankt. Bei Brandbeanspruchung aus dem Deckenzwischenraum kommt zusätzlich Mineralwolle mit 40 mm Dicke und einer Rohdichte von 30 kg/m³ zum Einsatz. Die Konstruktion erfüllt die Brandschutzanforderungen F30 von unten und oben.
Fassadenschwerter stellen die Verbindung zwischen nicht tragenden Montagewänden und Fassadensystemen mit schlanken Querschnitten dar. Dabei erreichen die Fassadenschwerter XPR FS 42 dB hohe Schallschutzanforderungen bei schlankem Querschnitt. Die Konstruktion besteht aus einer beidseitig einlagigen Beplankung mit 12,5 cm dicken Fermacell Gipsfaser Platten, die rückseitig mit Walzblech kaschiert sind. Die Dämmung des Wandhohlraumes erfolgt durch die Rockwool Schallschutzplatte RAF (Rohdichte 45 kg/m³, Dicke 20 mm). Der Anschluss an den Wand- bzw. Fassaden bereich erfolgt über L-Anschlusswinkel oder U-Profile von Protektor.
Xella International GmbH
www.xella.de
Protektorwerk Florenz Maisch GmbH & Co. KG
www.protektor.com
Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG
www.rockwool.de 
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