14. Mai 2008

- Neue Richtlinien: VDI 2263 Blatt 9 und VDI 2263 Blatt 6.1 (Entwurf)
- UniVario-Industriewärmemelder von Minimax
- SCHOTT „Iso-Pyranova“ mit CE-Kennzeichen
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 VDI-Richtlinie: VDI 2263 Blatt 9

Die Neigung eines Staubes, Staubwolken zu bilden ist für seine Gefährlichkeit sehr bedeutsam. Einige Stäube lassen sich nur schwer aufwirbeln und stellen somit eine viel kleinere Gefahr dar als Stäube, die bereits bei geringen Bewegungen ein zündfähiges Gemisch bilden.
Die VDI-Koordinierungsstelle Umwelttechnik hat dazu die neue Richtlinie VDI 2263 Blatt 9 „Staubbrände und Staubexplosionen; Gefahren – Beurteilung – Schutzmaßnahmen; Bestimmungen des Staubungsverhaltens von Schüttgütern“erarbeitet. Das Richtlinienblatt beschreibt ein Verfahren zum Bestimmen des Staubungsverhaltens brennbarer Stäube, mit dem Staubentstehungsvorgänge beim Fördern, Austragen, Befüllen, Be- und Entladen praxisnah simuliert werden können. Das Verfahren liefert eine weitere Kenngröße „Staubungsverhalten“, die bei Risikoanalysen zum Abschätzen der Explosionsgefahren herangezogen werden kann.
Ab Mai 2008 ist die Richtlinie VDI 2263 Blatt 9 in deutsch/englischer Fassung beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Onlinebestellungen und weitere Informationen unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de.


 Richtlinie VDI 2263 Blatt 6.1 (Entwurf)

Die Richtlinie VDI 2263 Blatt 6.1 "Staubbrände und Staubexplosionen; Gefahren – Beurteilung – Schutzmaßnahmen; Brand- und Explosionsschutz an Entstaubungsanlagen - Beispiele" bietet anhand praktischer Beispiele Lösungsansätze zu Schutzmaßnahmen im Brand- und Explosionsschutz an filternden Abscheidern. Sie ist bei Anlagen anwendbar, in denen bei bestimmungsgemäßer Verwendung brennbare Staub/Luft-Gemische, Dampf/Luft-Gemische oder hybride Gemische vorhanden sind oder entstehen können. Die Richtlinie gibt sowohl den Herstellern als auch den Betreibern solcher Anlagen Anhaltspunkte, wie Risikobeurteilungen und Schutzmaßnahmen durchzuführen sind.
Der Anhang A der Richtlinie stellt den Brandschutz beispielhaft an einer Absaug- und Entstaubungsanlage in einer Schweißerei und an einem Trocken-Elektrofilter in der Abgasreinigung eines Kraftwerks dar. Der Anhang B zeigt Beispiele für Potenzialausgleiche/Erdungen sowie für leitfähige/ableitfähige Filtermedien. Somit ergänzt das Blatt 6.1 der Richtlinie VDI 2263 das Blatt 6, das die prinzipiellen Vorgehensweisen beim Brand- und Explosionsschutz an Entstaubungsanlagen behandelt, und setzt dessen Kenntnis voraus.
Die Richtlinie „Staubbrände und Staubexplosionen; Gefahren – Beurteilung – Schutzmaßnahmen; Brand- und Explosionsschutz an Entstaubungsanlagen – Beispiele“ beschreibt den Stand der Technik im Sinne der Legaldefinition des BImSchG § 3. Eine Maßnahme zur Emissionsbegrenzung erscheint danach als gesichert, wenn sie dem Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen entspricht und bereits in der Praxis erfolgreich erprobt wurde.
Herausgeber der neuen Richtlinie ist die VDI-Koordinierungsstelle Umwelttechnik (VDI-KUT). Seit April 2008 ist sie als Entwurf beim Beuth Verlag in Berlin, erhältlich. Onlinebestellungen sowie weitere Informationen unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de. Die Einspruchsfrist endet am 31.07.2008.  UniVario-Industriewärmemelder von Minimax

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|  Minimax ist laut eigenen Angaben der einzige Hersteller, der Industriewärmemelder für explosionsgefährdete Bereiche bis 400 Grad Celsius mit VdS- und ATEX-Zulassung anbietet.
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Der Hersteller Minimax hat Wärmemelder entwickelt, die in explosionsgefährdete Bereiche bis 400 Grad Celsius eingesetzt werden können und VdS- und ATEX-Zulassung besitzen.
Die neuen Industriewärmemelder aus der UniVario-Produktserie in der Ex-Ausführung sind zum Einsatz in den explosionsgefährdeten Zonen 2 und 22 vorgesehen. Sie können in Bereichen eingesetzt werden, in denen eine gefährlich explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln oder in Form einer Wolke aus brennbarer Staub-Luft-Mischung auftreten kann. Die plattformbasierenden und mikroprozessorgesteuerten Brandmelder können ohne Sicherheitsbarriere direkt an die Brandmeldezentrale mit normalen Kabeltypen angeschlossen werden.
Minimax GmbH & Co. KG
www.minimax.de


 SCHOTT „Iso-Pyranova“ mit CE-Kennzeichen

Seit März 2008 darf SCHOTT bei seiner multifunktionalen Brandschutzverglasung „Iso-Pyranova“ den ‚Produktpass’ CE-Kennzeichnung vornehmen. Durch die Prüfstelle Warrington wurde das Konformitätsbewertungsverfahren für „Iso-Pyranova“ durchgeführt und die Erfüllung aller notwendigen Anforderungen gemäß der EG-Richtlinie für Isolierverglasungen (EN 1279-5:2005) bestätigt.
Das CE-Zeichen bescheinigt, dass damit markierte Produkte den europäisch technischen Standards, herausgegeben durch die Europäische Kommission, entsprechen. Für Standardprodukte, vorgespanntes Glas und beschichtetes Glas ist die Verwendung des CE-Zeichens obligatorisch.
SCHOTT AG
www.schott.de

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