15. Oktober 2008

- Security Innovation Award für Löschanlage
- Druckbeständigkeit von Kabelboxen
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 Security Innovation Award für Löschanlage

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|  Sinorix H2O Gas eignet sich zum Löschen von Schwel- sowie tief sitzenden Bränden, die in geschlossenen Einrichtungen auftreten können, beispielsweise in Archiven, Bibliotheken, Museen, Lager oder technischen Räumlichkeiten.
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Anlässlich der Security Essen 2008 zeichnete die Fachjury der Messe Essen GmbH die Löschanlage Sinorix H2O Gas von Siemens mit dem Security Innovation Award in der Kategorie Brandschutz aus.
Ein Feuer setzt die drei Elemente Sauerstoff, Wärme und Brennstoff voraus. Wird eines dieser Elemente entfernt, kann sich das Feuer nicht weiterentwickeln und erlöscht. Auf dieser Grundlage basiert auch das Funktionsprinzip von automatischen Löschanlagen. Je nach Schutzziel und Anwendung werden dabei unterschiedliche Mittel für die Löschung eines Feuers eingesetzt, beispielsweise Wasser (z.B. Sprinkleranlagen) oder gasförmige Löschmittel (chemische oder natürliche Gase) oder eine Kombination von Wasser und Gas (z.B. Wassernebel). Wasser kühlt vor allem Brandgut und -umgebung und verhindert so eine schnelle Ausbreitung. Die natürlichen gasförmigen Löschmittel wirken primär durch lokales Verdrängen von Sauerstoff (Inertisierung) im Schutzbereich, während die chemischen gasförmigen Löschmittel dem Feuer die Wärme entziehen.
Die Löschanlage Sinorix H2O Gas kombiniert den Einsatz von Stickstoff und Wasser. Während der Stickstoff den Sauerstoffanteil verdrängt, bewirkt der Wassernebel ein Absenken der Umgebungstemperatur, um den Brand zu löschen und eine Rückzündung zu verhindern. Die Wassermenge ist dabei auf das spezifische Brandrisiko abgestimmt. Bei einer Auslösung gelangen beide Löschmittel über dasselbe Rohrleitungsnetz und dieselben Düsen in den Löschbereich. Der Stickstoff dient dabei als Treibmittel für das Wasser und sorgt für ein gleichmäßiges Ausströmungsverhalten. Bereits beim Einsatz von geringen Wassermengen kühlt die Wassernebel-Mischung aufgeheizte Geräte oder die Oberflächen von Gegenständen und erzeugt einen zusätzlichen Schutzeffekt. Der Wassernebel verringert zudem die Gefahr von Rückzündungen. Durch die Feinsprühtechnologie entsteht auf Oberflächen nur ein dünner Wasserfilm, der selbst für elektronische Geräte in der Regel unbedenklich ist, da er innerhalb von Minuten verdunstet. Zudem werden durch den Wassernebel toxische Brandgase gebunden und der Raum kann über ein Ventilationssystem oder Fenster schnell entlüftet werden. Die natürlichen Löschmittel Stickstoff und Wasser sind ökologisch und gesundheitlich unbedenklich.
Die Löschanlage eignet sich zum Löschen von Schwel- sowie tief sitzenden Bränden, die in geschlossenen Einrichtungen auftreten können, beispielsweise in Archiven, Bibliotheken, Museen, Lager oder technischen Räumlichkeiten. Die Löschanlage wird bereits in der königlichen Bibliothek in Kopenhagen, Dänemark, eingesetzt. Ein von Siemens entwickeltes Berechnungsprogramm berechnet die Dimensionierung der Rohrleitungen, Düsen, Reichweite, Flut- und Haltezeiten für die Anwendungsgebiete, um die Stickstoff-Wasser-Mischung an die spezifischen Anforderungen und die zu erwartenden Brandrisiken abstimmen zu können.
Die Sinorix H2O Gas Löschanlage und das dafür entwickelte Berechnungsprogramm sind vom VdS (Verband der Sachversicherer) geprüft und zugelassen.
Siemens Building Technologies GmbH & Co. oHG
www.buildingtechnologies.siemens.de


 Druckbeständigkeit von Kabelboxen

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|  Prinzipskizze einer Kabeleinführung im Unterboden durch eine Kabelbox
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Laut Unternehmensangaben der Firma Wichmann hat sich in der Vergangenheit immer wieder die Frage gestellt, ob es möglich ist, die Kabelboxen von Wichmann auch in Räumen mit Gaslöschanlagen einzusetzen.
Der Hersteller hat dazu folgende Antwort veröffentlicht: "Der Einsatz von Kabelabschottungen in Räumen mit Gaslöschanlagen ist grundsätzlich nicht unkritisch. Das Problem ist, dass beim Auslösen der Löschanlagen kurzzeitig ein Überdruck entsteht. In dieser Situation muss sichergestellt sein, dass alle raumabschließenden Bauteile diesem Druck standhalten, damit über eine Zeit von ca. 2 Minuten eine löschfähige Atmosphäre aufgebaut werden kann.
Mit herkömmlichen Weichschotts ist dies nicht immer zu erreichen, da die Mineralfaserplatten nicht ausreichend Widerstand bieten. Mörtelabschottungen sind in Serverräumen in denen Löschanlagen eingesetzt werden nicht so praxistauglich, da bei Nachinstallationen zu viel Staub entstehen kann. Oft wird in diesen Fällen auf so genannte Modulschotts zurückgegriffen, da diese eine nahezu 100%ige Dichtheit bieten. Diese Schottungen kommen ursprünglich aus dem Schiffsbau und werden dort in Schotten unterhalb der Wasserlinie eingesetzt. Andere Anwendungsgebiete sind Atombunker. Sie bieten zwar maximale Sicherheit, sind aber gerade in Serverräumen mit sehr hoher Kabelbelegung extrem aufwendig, da jedes Kabel einzeln in Packstücke eingefasst und verpresst werden muss. Mit dem Nachweis der Druckbeständigkeit bieten unsere Kabelboxen hier eine hervorragende Alternative, da sie bekanntermaßen leicht, kostengünstig und sicher nachrüstbar sind.
In einer früheren Prüfung konnte für Kabelboxen mit verstärkten Kunststoffdeckeln bereits eine Druckbeständigkeit von bis zu 1000 Pa nachgewiesen werden. Im Dezember 2007 wurde durch sachverständige Prüfingenieure des VDS Labors für Löschanlagen ein Test durchgeführt. Dabei konnte mit den EasyFoam-Stopfen eine Druckbeständigkeit von 60 mbar also 6000 Pa bestätigt werden. Ein Wert der bei Kabelboxen mit Kunststoffdeckeln, insbesondere bei Kabelbelegung nicht möglich ist.
Zur Leckrate lässt sich nach einhelliger Meinung keine wissenschaftliche Aussage treffen, da dies von der Belegung, der Sorgfalt der Abdichtung aber auch vom Einbau der Box in der Wand und sogar von der Wand selbst abhängt. Gemessene Leckraten können daher nie eindeutig auf ein installiertes Abschottungssystem als solches zurückgeführt werden. Allgemeine Aussagen dazu wären irreführend. Die Abschottungen wurden alle ohne Belegung geprüft, da dies für die Druckbeständigkeit Im Fall der Schaumstopfen der kritischere Fall ist. Je stärker eine Box mit Kabel belegt ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Rauchabdichtung oder die Box dem Druck nicht mehr standhält, da die Kabel beim Einsatz der Schaumstopfen in jedem Fall stabilisierend wirken.
Bei den meisten Gaslöschanlagen kann kurzzeitig ein Überdruck von bis zu 500 Pa entstehen, bevor sich Druckentlastungsklappen öffnen. Für die Standard - Kabelbox ist einen Überdruck von 6000 Pa (60 mbar) in einer Massivwand und in einer Tockenbauwand 1800 Pa (18 mbar) bestätigt worden. Dabei ist ein "Sicherheitspolster" vom Faktor 2 einkalkuliert worden. Die Aufbauten haben in der Prüfung also den doppelten Druck bestanden."  Kurzübersicht der Prüfergebnisse

| LTW | Massiv-Wand | Massiv-Decke | WD90 | 18 mbar | 60 mbar | 60 mbar | TW90 | 18 mbar | 60 mbar | 60 mbar | EasyFoam (eingeschäumt) | 18 mbar | 50 mbar | - | UFK | 18 mbar | 50 mbar | - |
Wichmann Brandschutzsysteme GmbH & Co. KG
www.wichmann.biz

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