20. August 2008

- Gelbdruck zur DIN 18230-1
- Reduzierte Wärmestrahlung bei Feuerschutzvorhängen
- Geklebter Brandschutz
|
 Gelbdruck zur DIN 18230-1

 |  | 
|  Gebäude mit drei Brandbekämpfungsab-schnitten (BBA)
|
Am 02.06.2008 wurde der Überarbeitungsentwurf der DIN 18230-1 veröffentlich. Stellungnahmen können bis zum 02.10.2008 eingereicht werden.
Der Überarbeitungsentwurf der DIN 18230-1 weist im Wesentlichen folgende Änderungen bzw. Ergänzungen auf:
- Klare Definition der verwendeten Begriffe
- Eindeutige Trennung zwischen der Bemessungsnorm DIN 18230-1 und den bauaufsichtlichen Regelungen nach der Muster-Industriebau-Richtlinie (MIndBauRL)
- Differenzierung der räumlichen Ausbildung von Industriebauten mit Unterscheidung in Geschosse und Ebenen bei der Bildung von Brandbekämpfungsabschnitten (BBA)
- Klare Abgrenzung der verschiedenen zu erbringenden Nachweise
- Präzisierung der anrechenbaren Deckenflächen bei der Ermittlung der BBA-Flächen
- Präzisierung der maßgebenden Öffnungen für den Wärmeabzug
- Beseitigung der bisherigen Definitionslücke bei den Wärmeabzugsfaktoren in mehrebenigen Gebäuden
- Deaktivierung von konzentrierten Brandlasten durch lokal angeordnete Feuerlöschanlagen
- Berücksichtigung von Teilabschnittstrennungen, jetzt auch ohne Begrenzung der Brandbelastung
- Straffung des Normenteils durch Überführung genauerer Nachweise in die Anhänge.
Unterscheidung zwischen Geschoss und Ebene
Die MIndBauRL befindet sich derzeit ebenfalls in Überarbeitung. Um eine übergreifende Anwendung mit der neuen DIN 18230-1 sicherzustellen, ist eine Differenzierung bei der Raumberücksichtigung in Geschosse bzw. Ebenen erforderlich. Geschosse weisen keine Öffnungen in den Geschossdecken auf. Sie sind Voraussetzung zur Anwendung des Tabellenverfahrens nach Abschnitt 6 der MindBauRL.
Ebenen dagegen - Nachweise erfolgen nach Abschnitt 7 der MIndBauRL unter Ansatz der DIN 18230-1 - dürfen freie Öffnungen oder nicht klassifizierte Abschlüsse bzw. Abschottungen haben. Sobald die Deckenöffnungen größer als 50 % der Grundfläche sind, liegen keine eigenständigen Ebenen vor. Die Unterschiede sind in der Abbildung näher erläutert.
Einen detaillierteren Bericht finden Sie im FeuerTRUTZ Magazin, Ausgabe 4/2008. darin erläutert der Autor Dr.-Ing. Franz-Josef Frey den aktuellen Stand des Überarbeitungsentwurfs.
Deutsches Institut für Normung e. V.
www.din.de
 Reduzierte Wärmestrahlung bei Feuerschutzvorhängen

 |  | 
|  Funktions-Schema des Feuerschutzvorhangs Effertz Fibreflam® TR
|
Feuerschutzvorhänge können als Ergänzung oder Alternative zu isolierten Brandschutzabschlüssen der Klassen T 30 und T 90 dienen. Flammen werden durch die Vorhänge abgeschottet, die Brandhitze kann jedoch durchdringen. Zur Kompensation werden entweder größere brandlastfreie Zonen geschaffen oder zusätzliche Maßnahmen, wie Sprinklerung, vorgeschrieben.
Die Firma Effertz Tore bringt einen neuen Feuerschutzvorhang auf den Markt, der mittels einer Wärme reflektierenden Beschichtung den Wärmedurchgang um über 80% verringert. Dadurch steigt in einem Abstand von einem Meter von dem Vorhang bei Norm-Prüfbedingungen die Temperatur nur noch um 41 °C auf 61 °C, ein Wert, der für die meisten brennbaren Stoffe unkritisch ist. Dieser Vorhang mit dem Namen Fibreflam TR wurde in einer Größe von knapp 22m² nach der aktuellen Europa-Norm DIN EN 1634-1 über eine Stunde geprüft und erreicht somit die europäische Klassifikation EW60.
Nach Angaben des Unternehmens bietet dieser neue Feuerschutzvorhangs Bauherren und Architekten viel gestalterische Freiheit sowie nahezu unsichtbaren Brandschutz.
Effertz Tore GmbH
www.effertz.de  Geklebter Brandschutz

 |  | 
|  Die Verarbeitung des Brandschutz-Klebers erfolgt mit Airless- oder Becherspritzgerät, kann jedoch auch manuell mit gezahntem Spachtel in einer viskosere Variante ausgeführt werden.
|
Der Brandschutz-Kleber HENSOMASTIK® K 2000 der Rudolf Hensel GmbH ist jetzt auch nach Europäischer Norm DIN EN 13501-1 klassifiziert und als A2 – s1, d0 (nicht brennbar) eingestuft worden.
Mit dem Brandschutz-Kleber können Baustoffe mit unterschiedlichsten Ausdehnungskoeffizienten verklebt werden, wie zum Beispiel Stahl mit Mineralfaserplatten. Die Klebkraft entspricht derjenigen von wasserbeständigen Holzleimen der Beanspruchungsgruppe D2 nach DIN EN 13501-1.
Das wasserbeständige HENSOMASTIK® K 2000 ist frei von Lösemitteln und Halogenen. Es kann mit Airless- oder Becherspritzgerät verarbeitet werden. Für die manuelle Verarbeitung mit gezahntem Spachtel steht die viskosere Variante im Lieferprogramm. Der Kleber hat eine organische Struktur und wird daher nicht brüchig.
Rudolf Hensel GmbH
www.rudolf-hensel.de 
|