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19. Mai 2010

  • Neue Normen für den Brandschutz
  • PIR-Schaumsystem mit verbessertem Brandverhalten
  • Neue Lüftungsrauchschalter


Neue Normen für den Brandschutz

In den Monaten Februar bis Juni 2010 sind diese Normen und Normentwürfe für den baulichen Brandschutz veröffentlicht worden:

  • DIN 18381 (4-2010)
    VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden
  • DIN 18421 (4-2010)
    VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen
  • DIN EN 15269-7 (4-2010)
    Erweiterter Anwendungsbereich von Prüfergebnissen zur Feuerwiderstandsfähigkeit und/oder Rauchdichtigkeit von Türen, Toren und Fenstern einschließlich ihrer Baubeschläge – Teil 7: Feuerwiderstandsfähigkeit von Schiebetoren aus Stahl
  • DIN EN 15254-5 (4-2010)
    Erweiterter Anwendungsbereich der Ergebnisse von Feuerwiderstandsprüfungen – Nichttragende Wände – Teil 5: Sandwichelemente in Metallbauweise
  • DIN 14011 (6-2010)
    Begriffe aus dem Feuerwehrwesen
  • VDI 3803 Blatt 1 (2-2010)
    Raumlufttechnik – Zentrale Raumlufttechnische Anlagen – Bauliche und technische Anforderungen (VDI-Lüftungsregeln)
  • VDI 3817 (2-2010)
    Technische Gebäudeausrüstung in Baudenkmalen und denkmalwerten Gebäuden 

Berichtigungen

  • DIN EN 1999-1-2 Berichtigung 1 (5-2010)
    Eurocode 9: Bemessung und Konstruktion von Aluminiumtragwerken – Teil 1–2: Tragwerksbemessung für den Brandfall
  • DIN VDE 0833-2 Berichtigung 1 (5-2010)
    Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall – Teil 2: Festlegungen für Brandmeldeanlagen, Berichtigung zu DIN VDE 0833-2: 6-2009

Norm-Entwürfe

  • E DIN EN ISO 13943 (3-2010)
    Brandschutz-Vokabular
  • E DIN EN 15998 (4-2010)
    Glas im Bauwesen – Brandsicherheit, Feuerwiderstandsfähigkeit – Verfahrensweise von Glasprüfungen zur Klassifizierung
  • E DIN EN 12101-3 (6-2010)
    Rauch- und Wärmefreihaltung – Teil 3: Bestimmungen für maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsgeräte

(Quelle: DIN Deutsches Institut für Normung e. V., VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.)

 




PIR-Schaumsystem mit verbessertem Brandverhalten



Sandwichelemente aus zwei metallischen Deckschichten und einem Hartschaumkern aus Polyisocyanurat (PIR) werden für die Wärmedämmung von Lagerhallen, Kühlhäusern, anderen Industriebauten und Verwaltungsgebäuden eingesetzt. Das neue PIR-Schaumsystem zeigt ein verbessertes Brandverhalten und bietet Vorteile hinsichtlich der Rauchgasentwicklung.

Sandwichelemente, die aus zwei metallischen Deckschichten und einem Hartschaumkern aus Polyisocyanurat (PIR) bestehen, werden schon seit Längerem für die großflächige und effiziente Wärmedämmung von Lagerhallen, Kühlhäusern, anderen Industriebauten und Verwaltungsgebäuden eingesetzt.
Die Entwickler von Bayer MaterialScience haben jetzt ein umweltverträglicheres PIR-Schaumsystem erarbeitet, das ein verbessertes Brandverhalten zeigt und hinsichtlich der Rauchgasentwicklung Vorteile gegenüber den etablierten PIR-Systemen liefert.

 

Metallverbundelemente auf Basis dieser neuen Produktklasse können im sogenannten Single-Burning-Item-Test (SBI-Test) entsprechend DIN EN 13823 eine B-s1,d0-Klassifizierung mit der Klasse s1 für die geringste Rauchentwicklung erreichen. Die Zusatzbezeichnung d0 zeigt an, dass kein brennendes Material abtropft.

 

PIR-Metall-Verbundelemente können auf Doppelbandanlagen gefertigt werden. Dabei wird das PIR-Reaktionsgemisch zunächst auf eine Deckschicht aus Metall aufgebracht. Es schäumt auf und verklebt dabei mit der zweiten Deckschicht, die von oben zugeführt wird. Auf diese Weise ist der Hartschaumkern schubfest mit den beiden Deckschichten verbunden. Die fertigen Verbundelemente sind selbsttragend und besitzen eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig relativ geringem Gewicht. Unterschiedliche Profilierungen und eine farbige Oberflächenveredlung der Deckschichten eröffnen laut Hersteller einen Gestaltungsspielraum, der insbesondere dann gefragt ist, wenn die Verbundelemente als Fassade von Verwaltungsgebäuden dienen.

 

„Die B-s1,d0-Klassifizierung erlaubt unseren Kunden Zugang zu Bauprojekten, in denen erhöhte Anforderungen an das Brand- und Rauchverhalten der Bauelemente erfüllt werden müssen und bei denen die Rauchklasse s1 bislang die Verwendung anorganischer Kernmaterialien auf Basis von Mineralwolle zwingend erforderlich gemacht hat. Durch die neue Entwicklung kann das Marktspektrum für polyurethanbasierte Metallverbundelemente um ein Segment erweitert werden“, sagt Harald Wolf, Marketingleiter BaySystems Insulation in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA).

 

„Selbstverständlich hängt die erreichbare Klassifizierung im SBI-Test nicht nur vom PIR-Kern, sondern auch von einer geeigneten Fugenkonstruktion des Verbundelementes ab“, erläutert Dr. Rolf Roers, in der Anwendungstechnik bei Bayer MaterialScience für das Segment Metallverbund zuständig. „Trotzdem hat die jüngste Testserie gezeigt, dass die neue PIR-Klasse deutlich besser abschneidet, und wenn Chemie und Panel-Konstruktion optimal zu einander passen, wird ein B-s1,d0-Ergebnis möglich“, so Roers.

 

Das neue PIR-Schaumsystem basiert auf einem Polyester, dessen Herstellprozess laut Herstellerangaben in ökologischer Hinsicht vorbildlich ist: „Unser innovatives Verfahren reduziert den Anfall von Nebenprodukten beträchtlich, die ansonsten aufwändig entsorgt werden müssten“, sagt Roers.

 

Die Dämmwirkung von PIR-Schäumen ist besser ist als die von Mineralwolle, so hat eine zehn Zentimeter dicke PIR-Schicht einen Wärmedurchgangskoeffizienten von rund 0,25 W/m2K, während der Wert einer gleich dicken Mineralwolldämmung üblicherweise nur 0,4 W/m2K beträgt. Was diese Differenz für den Energieverbrauch bedeutet, lässt sich am Beispiel einer Industriehalle grob abschätzen: „Vorausgesetzt, dass die Beispielhalle eine Grundfläche von 40 mal 20 Quadratmeter und eine Höhe von 10 Metern aufweist, könnte sich eine jährliche Heizölersparnis von grob gerechnet 3.000 Litern ergeben, wenn sowohl die Wände als auch das Dach mit PIR-Metall-Verbundelementen anstatt mit Elementen gleicher Dicke auf Basis von Mineralwolle gedämmt werden,“ erläutert Roers. Aufgrund des geringeren Energieverbrauchs können die Kohlendioxidemissionen entsprechend reduziert werden.

 

Bayer MaterialScience AG
 www.bayermaterialscience.de

 




Neue Lüftungsrauchschalter



Das LRS 230 V ermöglicht direkten Anschluss an das 230 V-Netz und ist DIBt-zugelassen zur Ansteuerung von Brand- und Rauchschutzklappen.

Auf der Light+Building 2010 stellte Hekatron zwei neue Lüftungs-Rauchschalter-Systeme vor: das LRS 230 V und das LRS 04 Ex. Diese beiden Systeme ergänzen das Programm der LRS-Familie zur Überwachung von raumlufttechnischen Anlagen und Ansteuerung von Brand- und Rauchschutzklappen.

 

Das LRS 230 V besteht aus dem DIBt-zugelassenen Lüftungsrauchschalter LRS 03 und einem Netzgerät NAG 03. Beide Komponenten sind auf einer Montageplatte befestigt und im Werk vorkonfektioniert. Das LRS 230 V ist VdS-anerkannt und besitzt die DIBt-Zulassung zur Ansteuerung von Brand- und Rauchschutzklappen.

 
Das LRS 04 Ex ist ein explosionsgeschütztes System, das in Bereichen eingesetzt wird, in denen eine explosionsfähige Atmosphäre auftritt. Es besteht aus einem glasfaserverstärkten Gehäuse, dem Ex-Rauchschalter  ORS 221 Ex und der Anschlussbox. Auch hier sind alle Komponenten auf einer Montageplatte befestigt. Das LRS 04 Ex darf in den explosionsgefährdeten Zonen 1 und 2 installiert werden. Raumlufttechnische Anlagen, wie Ventilatoren sowie auch Brand- und Rauchschutzklappen werden vom LRS 04 Ex angesteuert.

 
Beide Rauchschaltersysteme eignen sich zum Einsatz sowohl auf runden als auch rechteckigen Lüftungskanälen. Montiert werden sie von außen auf dem Kanal.

 

Hekatron Vertriebs GmbH
 www.hekatron.de


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