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100 Jahre Begeisterung für Veränderung



OBO Bettermann feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsfeier in Menden. (Foto: OBO Bettermann)

Zum hundertsten Geburtstag eröffnete am 13. Mai 2011 offiziell das neue OBO-Metall- Kompetenzzentrum mit neuen Produktionsstätten und neuer Logistik – in Menden, wo Franz Bettermann das Unternehmen 1911 gegründet hat.
Mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise hat OBO Bettermann hier mit 40 Mio. Euro das größte Investitionsprogramm seiner Unternehmensgeschichte durchgezogen. Auf 30.000 m² ist eine neue Produktion elektrotechnischer Infrastruktur mit integrierter Feuerverzinkerei, Büros und Servicebereichen entstanden – von der größten Baustelle der Region zur modernsten Feuerverzinkung.
Brandschutz gewinnt in der elektrotechnischen Gebäudetechnik immer mehr an Bedeutung. Die komplexen Installationen verschiedener Gewerke durchziehen Gebäude wie Netzwerke. Dabei müssen jedoch die brandschutztechnischen Anforderungen hinsichtlich der Verhinderung einer Brandweiterleitung, der sicheren Installation in Flucht- und Rettungswegen sowie der Gewährleistung der elektrischen Versorgung sicherheitsrelevanter Anlagen beachtet werden. OBO Bettermann bietet für alle diese baurechtlich geforderten Maßnahmen die passenden  geprüften und zugelassenen Systeme.




Dipl.-Ing. (FH) Stefan Ring, Produktmanagement Brandschutzsysteme bei OBO Bettermann GmbH & Co. KG, Menden, Fachplaner für gebäudetechnischen Brandschutz (EIPOS)

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens besuchte die Redaktion des FeuerTRUTZ Magazins das erfolgreiche Familienunternehmen in Menden. Hinter den 100 Jahren Unternehmensgeschichte stehen natürlich unzählige Produktinnovationen. Insgesamt bietet OBO 30.000 verschiedene Artikel für die Elektroinstallationstechnik an.  Aber welche Meilensteine gab es bei den Brandschutzprodukten des Unternehmens? Die Redaktion des FeuerTRUTZ Magazins fragte nach und führte ein Kurzinterview mit Stefan Ring.

 

Im Jahre 1952 steht die wichtigste Produktinnovation, der OBO-Dübel „Ohne Bohren“, der den Markennamen des Unternehmens prägte. Herr Ring, wie kam es dazu? Welche Problematik stand damals dahinter?
Von der Geschichte her kann es im Hause keiner mehr nachvollziehen, wie es zu dieser Entwicklung kam. Aber OBO steht für innovative Montage- und Befestigungssysteme.  Einer der Ingenieure fragte sich damals, warum er immer zuerst bohren, dann einen Dübel einsetzen und ein zu befestigendes Teil mit einer Schraube anschrauben muss.  So kam es dazu, dass er einen Stahldübel erfand, der mit einem Setzeisen, ohne zu bohren, in den jeweiligen Untergrund eingeschlagen werden kann.  Je härter der Untergrund ist, desto kürzer muss der Dübel sein. Den Dübel gibt es bis heute noch.

 


Das Unternehmen steht seit 100 Jahren u.a. für Innovationen bei Verbindungs- und Befestigungssystemen, Kabeltragsystemen, Blitzschutzsystemen, Brandschutz- und Leitungsführungssystemen. Welche Brandschutzprodukte zählen zu den Highlights?
Dazu zählt sicherlich die Einführung des damaligen BAK-Schotts, eine Entwicklung des Neuwalz-Werkes. Das Werk wurde 1957 von OBO Bettermann übernommen und stellte damals Kabeltragsysteme aus Stahl her. Das BAK-Schott bestand aus einem Blechmantel und wurde nach der Elektroinstallation mit Palusol-Streifen gefüllt. Das sind aufschäumende Streifen, die die Öffnungen im Brandfall rauchgasdicht verschließen. Das Schott ist1981 zugelassen worden. Die Prüfungen und die ersten Entwicklungen begannen schon 1976.  Somit entwickelt OBO schon seit 35 Jahren Brandschutzprodukte.  Im elektrischen Funktionserhalt haben wir schon vor Erscheinen der ersten offiziellen Fassung der DIN 4102 Teil 12 ein Gebrauchsmuster für Kabelrinnen mit Funktionserhalt angemeldet. Diese Norm ist maßgeblich durch den Kollegen Hans-Theo Fabry miterarbeitet worden. Erstmals erschien sie 1991, derzeit gültig ist die Fassung von 1998.

 

Herr Ring,  können Sie als Produktmanager für Brandschutzsysteme einschätzen, wie sich die Produkte zukünftig entwickeln werden?
Wir sind schon einige Jahre im Brandschutz tätig. Bislang waren wir mit unseren Systemen auf Deutschland beschränkt. Das liegt an der bisherigen Zulassungssituation. Wir prüfen bislang nach deutschen Normen. Aber es gibt einige Nachbarländer, die die DIN 4102 akzeptieren. Unser Bestreben ist natürlich, auch europäisch geprüfte Systeme bei unseren Tochtergesellschaften und Nachbarn im Ausland zu platzieren. Deshalb ist unser Ziel, auf jeden Fall mit den Brandschutzsystemen internationaler zu werden.

 

In welcher Form wird dies derzeit schon angestoßen?
Wir sind im Funktionserhalt für den Normenausschuss tätig, sowohl im CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) als auch im CEN (Europäisches Komitee für Normung). Darüber hinaus engagieren wir uns in den Bereichen der Kabelabschottungen und in den Bereichen der Brandschutzkanäle. Der Weg führt dabei nicht an Europa vorbei. Wir versprechen uns davon unseren Marktanteil (derzeit 95 % Umsatz im Inland) auch im Ausland zu steigern.  Alle Tochtergesellschaften  haben immer geschrien „Wir wollen Brandschutz machen“, denn Brandschutz ist unser Türöffner auch für andere Systeme und Produkteinheiten. Aber derzeit verfügen wir nur über deutsche Zulassungen. Wir werden hoffentlich in diesem Jahr noch Produktinnovationen entwickeln und auch 2012 weiterführen können.

 

OBO versteht sich nicht nur als Komponentenhersteller, sondern  auch als Lösungsanbieter. Sind das Reaktionen auf Impulse aus dem Markt? Können Sie uns dazu Beispiele nennen?
Wir verstehen uns weiterhin als Komponentenlieferant. OBO arbeitet mit einem dreistufigen Vertrieb. Das bedeutet, wir liefern über den Elektrogroßhandel; von dort aus werden dann Komponenten verkauft. In den vergangenen Jahren stellten wir fest, dass viele Planer, Sachverständige, Architekten und Ingenieure, die sich mit Anlagen befassen, einen Überblick für ihren Bereich benötigen. Deshalb haben wir sogenannte Lösungsthemen schriftlich zusammengefasst, in denen wir aus den sieben Produkteinheiten die einzelnen Produkte zusammenführen, die sich zu Systemen in den entsprechen Anlagen verbinden lassen.  Wir haben derzeit sechs Lösungsbroschüren zu verschiedenen Themenschwerpunkten, die wir auch weiterhin ausbauen werden. 

 

OBO eröffnet pünktlich zum hundersten Geburtstag ein neues Metall-Kompetenzzentrum. Wofür steht in diesem Fall „Kompetenz“ und welches Ziel verbirgt sich hinter der neuen Produktionsanlage?
Das Metall-Kompetenzzentrum umfasst eine Fläche von 30.000 m² und bündelt unsere Metallproduktionen. Wir hatten zuvor in Menden an unterschiedlichen Orten Produktionshallen. Dabei hatten wir von einem Standort zum nächsten oftmals bis zu 8 km
Werksverkehr. Das wollten wir mit der neuen Produktionsanlage logistisch und von den Abläufen her optimieren. Jetzt wird vorn am Eingang des Metall-Kompetenzzentrums das Stahl-Coil angeliefert und am Ende der Halle kann das fertige Produkt eingelagert werden. Wobei Metall nicht unsere einzige Kompetenz ist, wir haben neben der Metallverarbeitung auch Kompetenzen in den Bereichen Kunststoffe und Elektronik.  Das Metall-Kompetenzzentrum ebnet somit den Weg in die Zukunft von OBO Bettermann.



Fotos der Jubiläumsfeier von OBO Bettermann 2011


Kommentar zur Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie


von Manfred Lippe, Prof. Dr-Ing. Jürgen Wesche, Dieter Rosenwirth und Dr. Jörg Reintsema

 

4., komplett überarbeitete Auflage 2011

Der Standardkommentar liefert Ihnen den Richtlinientext der MLAR 2005, MSysBöR 2005, MEltBauVo und Hinweise zu den abweichenden Verordnungs- und Richtlinientexte der baurechtlichen Einführung in den Bundesländern. » Mehr... 

 


Handbuch Brandschutzatlas


2. überarbeitete Auflage

von Josef Mayr und Lutz Battran

 

Das Handbuch Brandschutzatlas enthält die wichtigsten Kapitel aus dem umfangreichen Nachschlagewerk Brandschutzatlas. Anerkannte Fachexperten erläutern leicht verständlich Planungsvorschriften und zeigen anhand zahlreicher Abbildungen funktionsfähige technische Ausführungen. » Mehr...

 


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aus der Reihe "Vorbeugender Brandschutz im Bild"

 

Die MBO 2002 wurde bereits in vielen Bundesländern umgesetzt. Mit dem neuen Brandschutzkonzept werden für die kleinen Gebäude (Gebäudeklassen 1 und 2) und für die Gebäudeklasse mit Zellenbauweise (Gebäudeklasse 4) Erleichterungen für die Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile umgesetzt. » Mehr...

 


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