FeuerTRUTZ 2014: Hochstimmung und Wachstum

Für Brandschutzexperten war auch die FeuerTRUTZ 2014 vom 19. bis 20. Februar 2014 in Nürnberg die erste Adresse. Rund 5.000 Besucher nutzten zwei Tage lang die Möglichkeiten, sich über Neuheiten im vorbeugenden Brandschutz zu informieren.

Brandschutzkongress 2014_kongresseingang

Rund 5.000 Besucher (2013: 3.555) und 186 Aussteller (2013: 165) trafen sich im Messezentrum Nürnberg zur vierten Ausgabe der Fachmesse mit Kongress für den vorbeugenden Brandschutz, die erstmals in zwei Hallen stattfand. „Volle Hallen, lebhafte und intensive Fachgespräche, eine Steigerung der Besucherzahlen um über 40 Prozent und eine Rekordbeteiligung auf der Ausstellerseite – die FeuerTRUTZ hat sich als Branchentreffpunkt etabliert“, freuen sich die Projektverantwortlichen Günter Ruhe, Feuertrutz Verlag und Stefan Dittrich, NürnbergMesse.


Wir bedanken uns bei den Partnern des Brandschutzkongress 2014:

       

FeuerTRUTZ Brandschutzkongress

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Im stets gefüllten Saal Brüssel fanden die Kongresszüge „Brandschutzmarkt“, „Brandschutzrecht“, „Leitungs- und Lüftungsanlagen“ sowie „Abweichungen und Erleichterungen“ statt. (Foto: NuernbergMesse/Thomas Geiger)

Der dreizügige Brandschutzkongress fand auch in diesem Jahr wieder parallel zur Fachmesse statt. Mit rund 950 (2013: 900) Teilnehmern war der Kongress im Vorfeld komplett ausgebucht. Das Schwerpunktthema war in diesem Jahr. „Brandschutz in Sonderbauten: Anforderungen, Konzepte, Ausführung und Betrieb“. Die fast 40 Referenten beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, bei den Diskussionen Fragen zu stellen sowie eigene Erfahrungen einzubringen.
Die zahlreichen Kongressteilnehmer erhielten wertvolle Praxistipps von Fachexperten, u.a. zur neuen DIN 4102-4 und zu Seniorenwohneinrichtungen. Sie diskutierten lebhaft über das Brandschutzkonzept und dessen Umsetzung im Museum für Naturkunde in Berlin. Darüber hinaus wurden aktuelle Fragen zu Abweichungen, Leitungs- und Lüftungsanlagen sowie zu Rauchabzügen behandelt.
Den Eröffnungsvortrag hielt Thomas Kempen zum Thema „Brandschutz in Großprojekten – haben wir ein Problem?“. Die ersten Bilder zu seinem Vortrag zeigten eindeutig wie oft der Brandschutz in der Presse als „Sündenbock“ dargestellt wird. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Brandschutzingenieurwesen seine Öffentlichkeitsarbeit verbessert. Die Medien müssen erst einmal lernen und anerkennen, „dass Großprojekte komplexe Planungs- und Ausführungsaufgaben sind, mit zahlreichen beteiligten Disziplinen, die mehr Geduld und Zeit in der Planung brauchen, damit sie gelingen. Dann könnte es in Zukunft heißen: Faszinierendes Großprojekt dank gründlicher Planung unter Einhaltung der Kosten und Termine bei optimaler Qualität übergeben.“
Besonders großen Zulauf hatten die Kongresszüge „Brandschutzrecht“ und „Abweichungen und Erleichterungen“ im Raum Brüssel. Dabei stellten die Referenten u.a. folgende Themen vor: „Beispiele zum Umgang mit Abweichungen bei Bauprodukten“, „Aktuelle Rechtsprechung zum Brandschutz“ sowie „Brandschutzkonzepte mit Abweichungen“.

Zum ersten Mal: FeuerTRUTZ Kompaktseminare

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Podiumsgespräch beim Seminar "Brandschutz im Innenausbau". (Foto: NuernbergMesse/Thomas Geiger)

Erstmals wurden auf der FeuerTRUTZ – zusätzlich zum Brandschutzkongress und zur Fachmesse –
zwei Tagesseminare durchgeführt. Moderiert wurden sie von Thomas Grüning, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Trockenbau Akustik“ („Brandschutz im Innenausbau“) und Rudolf Scherzer, Vizepräsident der Architektenkammer Bayern („Brandschutz in Bayern“).
Am 19. Februar zeigten unabhängige Experten im Seminar „Brandschutz im Innenausbau – vorbeugender Brandschutz für Bauleiter und Handwerker“ auf, welche Anforderungen an Rettungswege und den Raumabschluss bestehen und wie Fehler bei Lüftungsanlagen oder Abschottungen vermieden werden können. Weitere Themen waren spezielle Brandschutzprodukte für den Trockenbau und den Innenausbau.
Am 20. Februar drehte sich dann im Seminar „Brandschutz in Bayern“ alles um den Brandschutz in diesem Bundesland. Architekten und Behördenvertreter erfuhren in 35-minütigen Vorträgen, welche Neuerungen mit der Novelle der Bayerischen Bauordnung zum 1. Januar und 1. Juli 2013 Einzug in die Bauvorschriften hielten und welche Auswirkungen sich daraus in der Berufspraxis zukünftig ergeben werden. Für die beiden Seminare waren jeweils rund 150 Teilnehmern angemeldet.

Produktneuheiten auf der Fachmesse

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Kongressteilnehmer und Messebesucher informierten sich über Neuheiten auf der FeuerTRUTZ 2014. (Foto: NuernbergMesse/Thomas Geiger )

Über 186 Aussteller aus sechs Ländern zeigten in den Messehallen 10.1 und 10.0 die gesamte Bandbreite des vorbeugenden Brandschutzes. Neben feuerfesten Toren und Türen wurden u.a. innovative Brandschutzhülsen, Rohrabschottungen und Ansaugrauchmeldesysteme, neuartige Schaum-löschanlagen sowie Flucht- und Rettungssysteme gezeigt.
So konnten sich Brandschützer an zwei Messetagen gezielt über Produkttrends und Dienst-leistungen zur Brandverhütung und -eindämmung informieren. Oliver Pätzold stellte als Referent des Tagesseminars „Brandschutz in Bayern“ in seinem Vortrag neue Brandschutzprodukte vor, die meist mit einfachen Mitteln neue Lösungen ermöglichen.

Das erweiterte Rahmenprogramm


Den Netzwerkgedanken der FeuerTRUTZ unterstützte auch das begleitende Zusatzprogramm an den zwei Veranstaltungstagen. Erstmalig gab es zwei Aussteller – Fachforen. Beide waren so gut in das Messegeschehen integriert, dass sie von Kongress- und Messebesuchern leicht erreicht und kostenfrei besucht werden konnten. Auf dem Programm standen in diesem Jahr rund 39 Vorträge. Dabei berichteten die Aussteller über technische Neuheiten, wichtige Tendenzen am Markt und Dienstleistungen. Neu waren auch die beiden Sonderthemen: „Einführung Rauchwarnmelderpflicht in Bayern und Baden-Württemberg“ und „Neuigkeiten aus der Welt der Entrauchung/Lüftung“. Die Fachforen wurden von Sebastian Weißenborn (Halle 10.1) und Jürgen Schulte (Halle 10.0) moderiert.

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Aussteller-Fachforen fanden an beiden Tagen statt und wurden in diesem Jahr auf beide Messehallen (10.0 und 10.1) aufgeteilt. (Foto: NürnbergMesse/Heiko Stahl)


Sebastian Weißennborn, Moderator Aussteller-Fachforum: „Die Vorträge im Aussteller-Fachforum sind sehr gut besucht. Hier wird über Themen referiert, die sehr vielseitig sind. Ich moderiere hier schon seit der ersten Stunde und kenne die Referenten größtenteils persönlich. Sie berichten immer wieder, dass Kunden nach den Vorträgen mit konkreten Plänen direkt an den Stand kommen. Daran erkennt man deutlich, welchen Mehrwert das Forum bietet.“
Ebenso gut besucht war der Treffpunkt Bildung und Karriere. Hier informierten sieben Ausbildungs-institute über Seminare und Studiengänge rund um den vorbeugenden Brandschutz. Mit dabei waren u.a. EIPOS Europäisches Institut für postgraduale Bildung GmbH, die VdS Schadenverhütung GmbH, die TÜV Rheinland Akademie GmbH.

Brandschutz des Jahres

Am Vorabend der Messe verlieh der Feuertrutz Verlag während der Eröffnungsfeier zur FeuerTRUTZ 2014 im historischen Rathaussaal in Nürnberg seine Auszeichnung „Brandschutz des Jahres“. Der Preis wurde in den Kategorien „Brandschutzkonzept“, „Produkt Baulicher Brandschutz“, „Produkt Gebäudetechnischer Brandschutz“, „Produkt Organisatorischer Brandschutz“, „Förderpreis“ sowie „Ehrenpreis“ verliehen und zeichnete beispielhafte Leistungen im vorbeugenden Brandschutz aus. Mehr zu den Gewinnern 2014 erfahren Sie hier.