5.000 Einsätze in der vfdb-Brandschadenstatistik: Datenerfassung geht weiter

Gemeinsam mit Feuerwehren, Industrie und Wissenschaft hat die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) eine bundesweit übergreifende nationale Brandschadenstatistik entwickelt. Bislang wurden für diese Brandschadenstatistik mehr als 5.000 Einsätze erfasst – die vfdb appelliert an die Feuerwehren, sich bei der Datenerfassung zu beteiligen.

vfdb-Brandschadenstatistik: Datenerfassung geht weiter
In durchschnittlich nur drei Minuten pro Einsatz können Feuerwehren mithelfen, eine einheitliche Brandschadenstatistik zu erstellen. (Bild: FeuerTrutz Network)

Dezember 2019. Die Statistik, die eine Lücke im deutschen Brandschutz schließt, wird weiter aktualisiert. Die statistischen Datentragen dazu bei, die Wirksamkeit von (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen zu untersuchen. Bislang wurden mehr als 5.000 Einsätze erfasst. Damit gibt es eine aussagefähige Mindestgrundlage über das Brandgeschehen in Deutschland.

Knapp 80 Prozent aller Alarmierungen erreichen Werkfeuerwehren über Brandmeldeanlagen, bei Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren sind es rund 60 Prozent. Nur knapp zwei Prozent kommen bei den Werksfeuerwehren über das Festnetztelefon an, bei den Berufsfeuerwehren gut 21 Prozent und bei den Freiwilligen Wehren rund 24 Prozent. Der Anteil von Mobiltelefonen bei der Alarmierung ist bei allen Wehren in etwa gleich groß und liegt zwischen 11,5 und 13,4 Prozent. Das sind nur einige der bisherigen Ergebnisse aus der Brandschadenstatistik, die das Referat 14 der vfdb veröffentlicht hat.

Neben der Wirksamkeit von (anlagentechnischen) Brandschutzmaßnahmen liefern die Statistiken auch zusätzliche, feuerwehrübergreifende Erkenntnisse über das Brandphänomen. So ist, wie die vfdb betont, beispielsweise das Verständnis von den Entstehungsbedingungen eines Brandes für die Prävention und Bekämpfung wichtig, um Gegenmaßnahmen effektiv und effizient auszuwählen.

Die Datenerfassung wird fortgesetzt. Da die Registrierung der Details bei den Feuerwehren mit nur etwa drei Minuten Zeitbedarf pro Einsatz gering ist, hofft Thomas Hegger, Leiter des vfdb-Referates 14, dass sich noch viele weitere Feuerwehren beteiligen werden. „Je größer die Fallzahlen, um so gesicherter sind die Aussagen“, betont Hegger. Die Auswertung der Fragebögen läuft kontinuierlich, sodass bei weiteren Fallzahlen und ausreichender Anzahl von Einzelmeldungen pro Fragenkomplex ständig weitere Ergebnisse veröffentlicht werden können.

vfdb - Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.
www.brandschadenstatistik.de

Letzte Aktualisierung: 13.12.2019