Anforderungen an Feuerwehrpläne

Feuerwehrpläne dienen der Feuerwehr als Führungsmittel an Einsatzstellen von besonderen baulichen Anlagen. Im Brandfall liefern sie den Einsatzkräften schon während der Anfahrt wichtige Informationen über das Objekt hinsichtlich der brandschutztechnischen Infrastruktur bzw. spezielle Gefahrenquellen im Gebäude. Dieser Beitrag informiert über die besonderen Anforderungen an Feuerwehrpläne.

Anforderungen an Feuerwehrpläne
Feuerwehrübersichtsplan nach DIN (Bild: Primke)

Juni 2014 / Von Tobias Primke. Ob ein Feuerwehrplan für eine bauliche Anlage erforderlich ist, hängt von der Art und Nutzung bzw. der Ausdehnung der Anlage ab. Da die Feuerwehrpläne für die Feuerwehren besonders in der Einsatzvorbereitung mittlerweile einen hohen Stellenwert eingenommen haben, wird in den verschiedenen Sonderbauvorschriften die Erstellung von Feuerwehrplänen gefordert. Bei besonderen baulichen Anlagen, die nicht in einer Sonderbauvorschrift erfasst sind, können wegen der speziellen Beschaffenheit im Baugenehmigungsverfahren Feuerwehrpläne gefordert werden.

Hinweise für die Erstellung von Feuerwehrplänen

Feuerwehrpläne werden immer in Abstimmung mit der zuständigen Feuerwehr bzw. Brandschutzdienststelle erstellt. Einige Feuerwehren bzw. Brandschutzdienststellen verfügen auf ihrer Internetseite über Merkblätter, in denen teilweise von der DIN 14095 abweichende Angaben für die Erstellung angegeben werden. Der Planersteller muss daher oft die für ihn gewohnten Angaben, wie Symbole und Blattrahmen, an die objektspezifischen Anforderungen anpassen bzw. erst erstellen. Daher ist für die möglichen Besonderheiten eine frühzeitige Abstimmung mit der zuständigen Behörde unbedingt erforderlich.

Der vollständigen Beitrag "Zur Kunst der Feuerwehrpläne" ist in Ausgabe 2.2014 des FeuerTRUTZ Magazins ( März 2014) erschienen.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum FeuerTRUTZ Magazin

Inhalte und Hinweise für die Bearbeitung

Feuerwehrpläne bestehen immer aus einem objektspezifischen textlichen Informationsteil, einem Lageplan (Übersichtsplan) sowie den weiteren Geschossplänen. Bei besonderen Spezifikationen können spezielle Detailpläne, wie z. B. Abwasserpläne, erforderlich sein. Die DIN 14095 gibt genaue Anforderungen über die Inhalte, die farbliche und grafische Gestaltung der einzelnen Pläne sowie über den Umfang des textlichen Erläuterungsberichts vor.
Da es über Jahre keine einheitliche Gestaltungsrichtlinie für Feuerwehrpläne gegeben hat, haben sich die Feuerwehren eigene gestalterische und inhaltliche Vorgaben erarbeitet. Hierdurch sind z.T. gegenüber der DIN 14095 erhebliche Abweichungen entstanden in Bezug auf die Farbgestaltung, die Symbole sowie die inhaltliche Vollständigkeit.
Problematisch wird die Ausarbeitung von Feuerwehrplänen, wenn die Feuerwehren ihre eigenen Symbole verwenden und diese nicht für die Bearbeitung in den entsprechenden Formaten bereitstellen.

Die grundsätzlichen Inhalte, wie die

  • Zugänglichkeit,
  • Darstellung von Brandabschnitten,
  • vertikale Erschließung,
  • Aufstellflächen,
  • Angaben über anlagentechnischen
  • Brandschutz,
  • besonderen Risiken,
  • Absperrmöglichkeiten,
sind bei den Feuerwehrplänen mit Besonderen Anforderungen und den Feuerwehrplänen der DIN 14095 gleich. Der Übersichtsplan dient bei vielen Feuerwehren als Hauptfeuerwehrplan, daher sollen darin z. T. mehr Informationen eingebracht werden als bei den Übersichtsplänen nach der DIN 14095. [...]

Autor

M. Eng. Tobias Primke: mehrjährige Berufserfahrung bei einer Berufsfeuerwehr; Studium des Bauingenieurwesens–Konstruktiver Ingenieurbau; Studium zum Master im vorbeugenden Brandschutz; Ingenieurbüro Primke, Ingenieur für Brandschutz

Der vollständigen Beitrag "Zur Kunst der Feuerwehrpläne" ist in Ausgabe 2.2014 des FeuerTRUTZ Magazins ( März 2014) erschienen.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum FeuerTRUTZ Magazin .