DTi entwickelt Kantenschutz für Zug-Elektronik

Moderne Züge stecken voller Kommunikationstechnik, die in Wänden, Böden und Decken teils auf engstem Raum verläuft. Dabei passieren die Leitungen scharfe Kanten, die bei unzureichendem Schutz Risse verursachen, was zum Kurzschluss führen kann – und zum Brand. Ein neuer Kantenschutz soll das verhindern.

SL-FST-Kantenschutz aus Spezialkunstsstoff für Zug-Elektronik von DTi
Der SL-FST-Kantenschutz besteht aus einem besonders strapazierfähigen, nicht entflammbaren und stahlverstärkten Spezialkunststoff. (Bild: DTi device technologies GmbH)

Die Verbindungskabel von On-Board-Systemen in Zügen müssen durch strapazierfähiges Material vor Abrieb, Vibrationen oder extremen Temperaturschwankungen geschützt sein. Um Schäden an Kanten zu vermeiden, hat Device Technologies (DTi) den auf den Einsatz in Zügen abgestimmten Kantenschutz SL-FST zum Aufstecken entwickelt. Dieser ist aus stahlverstärktem, nicht brennbarem Spezialthermoplast hergestellt, sodass er bei Feuer nicht weiterbrennt und keinen zusätzlichen toxischen Rauch entwickelt.

Das Material kam bereits in der Luftfahrt und in Umgebungen mit hohem Vibrationsaufkommen zum Einsatz. "Da auch in Europa immer mehr Hochgeschwindigkeitstrassen für Züge gelegt werden, war diese Synergie ein logischer Schritt bei der Entwicklung", berichtet Meike Kurzak, Managing Partner der DTi GmbH. "Wir haben den Kunststoff so optimiert, dass er in Bezug auf Entflammbarkeit und Toxizität die Rauch- und Feuerentwicklung nicht zusätzlich verstärkt." In der Praxis bedeutet das: Der Kantenschutz SL-FST unterstützt bei einem Brand die Verbrennung nicht, brennt kaum und es wird nur eine minimale Rauchmenge erzeugt. Dadurch erfüllt das Material die Auflagen der DIN EN 45545-2 und ist für die Gefährdungsstufen 2 und 3 qualifiziert.

DTi device technologies GmbH
www.dti-devicetech.eu

Letzte Aktualisierung: 09.10.2020