FeuerTrutz Magazin Ausgabe 5.2021 (Quelle: FeuerTrutz Network)
Quelle: FeuerTrutz Network

Ausgaben

06. October 2021 | Teilen auf:

FeuerTrutz Magazin Ausgabe 5.2021

Die Ausgabe 5.2021 des FeuerTrutz Magazins ist am 6. Oktober 2021 erschienen.
Die Themen in dieser Ausgabe: Holzbau: Neue Regeln – neue Möglichkeiten | Wirksamkeit von Alarmierungsanlagen | Erweiterte Regeln für den mehrgeschossigen Holzbau | Messe und Kongress: Vorbericht zur FeuerTrutz 2021

Eine Leseprobe der aktuellen Ausgabe gibt es hier.
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Aus dem Inhalt der Ausgabe 5.2021

Brennpunkt

FeuerTrutz 2021:Treffpunkt Brandschutz
Die 10. FeuerTrutz Fachmesse mit Kongress für vorbeugenden Brandschutz öffnet am 18. und 19. Oktober die Tore für das lang ersehnte Wiedersehen der Branche. Im Messezentrum Nürnberg stellen mehr als 170 Unternehmen Innovationen sowie bewährte Lösungen aus, und auf dem Brandschutzkongress bilden sich die Teilnehmer bei 40 Vorträgen weiter und erweitern ihr Netzwerk. Beide Event-Komponentenkönnen zeitgleich auf einer Onlineplattform auch digital erlebt werden.

Konzept

Brandschutzkonzept des Andreas Quartiers in Düsseldorf
Von Andreas Winkens. Aus dem denkmalgeschützten ehemaligen Amts- und Landgericht in der Düsseldorfer Innenstadt wird das „Wohnzimmer Düsseldorfs“: ein Quartier, bestehend aus Wohnungen, Büroflächen, Restaurants, einem Café, einem Club und einem Hotel auf einer dreigeschossigen Tiefgarage. Der Beitrag erläutert ein Brandschutzkonzept im Spannungsfeld der Wünsche des Bauherrn, der Architektur und der zuständigen Behörden (Denkmalschutz, Bauaufsicht, Feuerwehr).

Baulicher Brandschutz

MHolzBauRL – erweiterte Regeln für mehrgeschossige Holzbauten
Von Hanno Werning. Die Ende Juni 2021 vom DIBt veröffentlichte „neue“ Muster-Holzbaurichtlinie konkretisiert die Möglichkeiten zum Bauen mit Holz bis in die Gebäudeklasse 5 und für Außenwandbekleidungen aus Holz. Der Beitrag erläutert die wesentlichen Neuerungen und geht auf die bisherige und zukünftige Entwicklungein. Daraus ergeben sich Folgen für Planer*innen und ausführende Unternehmen.

Brandschutz nach neuer Muster Garagen- und Stellplatzverordnung
Von Christian Steinlehner. Der Entwurf der M-GarVO März 2021 unterscheidet sich in vielen Teilen von der im November 2020 vonder Fachkommission Bauaufsicht als Anhörung zur Änderung der M-GarVO veröffentlichten Version. Der Beitrag stellt die wesentlichsten Änderungen gegenüber der M-GarVO 2008 vor, die Auswirkungen auf den Brandschutz haben. Ob und mit welchen Anpassungen die M-GarVO offiziell veröffentlicht in den einzelnen Bundesländern bauaufsichtlich eingeführt wird, bleibt abzuwarten (Stand Mitte August 2021).

Brandwände im Holzbau
Von Markus Möllenbeck. Mit der nunmehr vor fast 20 Jahren novellierten Musterbauordnung (MBO) 2002 hat sich der Einsatzbereich der Holzbauweise erweitert. Danach können Holzbauten mit bis zu fünf Geschossen errichtet werden. Mittlerweile haben alle Bundesländer die damalige MBO in Landesbaurecht überführt, wobei die aktuelle Fassung – zuletzt geändert am 27.09.2019 – bereits in einigen Ländern mit ihren Durchführungsverordnungenumgesetzt wurde. Manche LBOs bieten noch weitergehende Möglichkeiten.

Elektrischer Funktionserhalt bei Steigtrassen
Von Stefan Ring. Technische Einrichtungen mit elektrischem Funktionserhalt werden z.B. für Krankenhäuser, Beherbergungsstätten, Hochhäuser, Versammlungsstätten und Verkaufsstätten vorgeschrieben. In diesen oft mehrgeschossigen Gebäuden werden die einzelnen Etagen durch Steigeschächte und vertikale Kabelanlagen erschlossen. Die Stromversorgung und somit der elektrische Funktionserhalt für sicherheitsrelevante Anlagen müssen durch spezielle Leitungen und Verlegesysteme auch im Brandfall sichergestellt werden.

Anlagentechnischer Brandschutz

Nicht einfach die Klappe auslösen
Von Sandra Giern und Olaf Dünger. Der Gesamtverband Schadstoffsanierung (GVSS) hat Handlungsempfehlungen zum Umgang mit asbesthaltigen Brandschutzklappen erstellt. Obwohl die Thematik nicht neu ist, fehlten bisher Informationen und Lösungsansätze zu in der Praxis auftretenden Fragestellungen. Die neuen Handlungsempfehlungen stellen die komplexen Aufgabenstellungenbeim Umgang mit asbesthaltigen Brandschutzklappen im Gebäudebestand unter Berücksichtigung neuerer Erkenntnisse sowie rechtlicher Vorgaben und Entwicklungen dar. Damit ist ein praktikabler und ordnungsgemäßer Umgang mit asbesthaltigen Brandschutzklappen bei der Wartung und beim Ausbau möglich.

Alarmierungsanlage: Lästige Brandschutzauflage oder wirksame Hilfe bei der Selbstrettung?
Von Dr. Gero Gerber. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, dass korrekt gebaute Alarmierungsanlagen kein Garant dafür sind, dass sich Personen im Gefahrenfall bestimmungsgemäß verhalten. Das führt zu der Frage, ob Sachverständigedie Wirksamkeit einer Anlage bescheinigen dürfen, wenn Zweifel bestehen, ob mit der Anlageim Ernstfall das Schutzziel erreicht wird. Eine wissenschaftliche Untersuchung gibt Aufschluss.

Inbetriebnahmemanagement aus Sicht des Brandschutzes
Von Thomas Broll und Ralf Kludt. Baurechtliche Abnahmen und damit verbundene Nutzungsaufnahmen von Gebäuden scheitern sehr oft an schlecht geplanten oder nicht vorhandenen Inbetriebnahmeprozessen. Dabei ist das Inbetriebnahmemanagement ein wichtiger Bestandteil des geschuldeten Werkerfolgs aller am Bau Beteiligten.Der nachfolgende Beitrag soll einen Kurzüberblick zum Inbetriebnahmemanagement geben und dabei die Notwendigkeit aus Sicht des Brandschutzes ableiten.

Interview: RWA-Anlagen imTreppenhaus
Mit Martin Weber und Maik Schmees. Die Bauordnungen der Bundesländer fordern, dass notwendige Treppenräume belüftet und zur Unterstützung wirksamer Löscharbeiten entraucht werden können (z.B. § 35 Abs. 8 BauO NRW, § 38 Abs. 8 Hessische Bauordnung). Im Interview erläutern Martin Weber und Maik Schmees vom ZVEI-Fachkreis „Rauch- und Wärmeabzugsanlagen/Natürliche Lüftung“, dass zeitgemäße RWA-Lösungen nicht nur die Anforderungen der Landesbauordnungen erfüllen, sondern auch einen Beitrag zur Energieeffizienz von Gebäuden leisten.

Organisatorischer Brandschutz

Die Haftung des Brandschutzbeauftragten – Ein Fallbeispiel
Von Dr. Michael Neupert. Es ist ein Horrorszenario für viele Brandschutzbeauftragte, dass es im eigenen Unternehmen zu einem Großbrand kommen könnte. Für Frank Freundlich wird diese Szenario am 28.07.2017 Realität. Natürlich ist dies nicht sein richtiger Name und alle Angaben sind so verfälscht, dass weder Personen noch Betrieb identifiziert werden können. Die zeitlichen Abläufe und das Geschehen als solche entsprechen aber einem realen Fall.

Recht

Löschwassernachweis im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren
OVG Schleswig, Urteil vom 06.02.2020 – 1 LB 1/17, juris.
Von Ra Stefan Koch. In einem Streitfall zur Vorlage eines Löschwassernachweises im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren gemäß § 69 Landesbauordnung Schleswig-Holstein (LBO) entschied das Gericht: Der Nachweis der Löschwasserversorgung in früheren Genehmigungsverfahren ist für einen aktuellen Bauantrag nicht ausreichend.

Planung

Brandschutz: Dokumentation mit dem digitalen K(l)ick
Von Marian Behaneck. Brandschutzanlagen, -arbeiten oder -begehungen herkömmlich zu dokumentieren ist aufwendig. Brandschutzdokumentations-Apps rationalisieren Prozesse und steigern die Rechtssicherheit. Welche Lösungen bietet der Markt und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Werkfeuerwehren im Brandschutzkonzept
Von Lars Oliver Laschinsky. Die Regelwerke aus Umwelt- und Baurecht enthalten zu den expliziten Anforderungen unterschiedliche Definitionen und Verwendungen des Begriffs der Hilfsfrist. Dadurch wird eine konkrete Auslegungund Bewertung dieser wichtigen Qualitätskenngröße erschwert. Unter der Federführung des Referats 9 ist in Zusammenarbeit mit dem Werkfeuerwehrverband das neue Merkblatt 09/01 zu „Empfehlungen für die Definition der Hilfsfrist für Werkfeuerwehren“ der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) entstanden. Ziel dieses Merkblatts ist es, die verschiedenen Ansätze zusammenzuführen, um eine klare und einheitliche Definition für die zentrale Kenngröße „Hilfsfrist“ auf einer messbaren Basis zu entwickeln.

Branche und Markt

Die sichere Stadt der Zukunft
Anhand der virtuellen Stadt FUTURA will hhpberlin die Herausforderungen der Zukunft sichtbar machen, genauso wie mögliche Lösungen. Mit FUTURA hat hhpberlin eine virtuelle Stadt geschaffen – als Labor für neue Sicherheitskonzepte. Das Ziel: mit Akteuren, die einen Beitrag zum Thema Sicherheit in der Stadt leisten können, zu diskutieren, zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Auch der Brandschutz spielt eine zentrale Rolle.

Flammschutzmittel auf der Basis nachwachsender Roh- und Reststoffe
Von Katrin Thümmler, Lydia Hofmann und Sören Tech. Das Institut für Pflanzen- und Holzchemie (IPHC) und die Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik (HFT) an der TU Dresden arbeiten seit einigen Jahren an der Entwicklung bzw. Bewertung und Applikation von Flammschutzmitteln auf der Basis nachwachsender Roh- und Reststoffe. Damit kommen die Forscherinnen und Forscher dem zunehmenden Wunsch nach ganzheitlichen Materialien nach.

Weitere Inhalte in dieser Ausgabe:

  • Neu geregelt: Übersicht neuer Normen, Normentwürfe, Richtlinien und Verordnungen
  • Verbandsmitteilungen der BFSB und VdBP
  • Produktvorstellungen
  • Neuigkeiten aus der Brandschutzbranche

Vorschau auf Ausgabe 6.2021

Die Ausgabe 6.2021 erscheint am 15. Dezember 2021.

Nachlese zur FeuerTrutz 2021
Die Brandschutzbranche trifft sich nach einjährigerPandemiepause am 18. und 19. Oktober 2021 sowohl vor Ort in Nürnberg als auch digital. Lesen Sie in unserem Nachbericht, was das hybride Veranstaltungskonzept an Produktinnovationen, Kongressvorträgen sowie Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten zu bieten hatte.

Bauen im Bestand
Der Fachbeitrag stellt das Brandschutzkonzept für das Gebäude Cologneo „Eckiger Rundbau“ auf dem ehemaligen Gelände der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln vor und betrachtet die Sanierung des historischen und denkmalgeschützten Baukörpers aus dem Jahr 1908.

Räumungssimulationen nach DIN 18009-2 in der Praxis
Wenn baurechtliche Anforderungen nicht eingehalten werden, können zukünftig über die DIN 18009-2 auch Ingenieurmethoden zur Kompensation von Abweichungen herangezogen werden. Der Artikel beleuchtet das Vorgehen.

zuletzt editiert am 14.10.2021