IFS: Schulen und Kitas besonders von Brandstiftung betroffen

Nach Auswertungen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) sind Erziehungseinrichtungen das beliebteste Ziel für Brandstifter. Die Experten sehen in dem Bereich daher eine besondere Chance für den vorbeugenden Brandschutz – und geben praktische Tipps.

IFS: Schulen und Kitas besonders von Brandstiftung betroffen
(Bild: Myriam Zilles auf Pixabay)

Etwa jeder zehnte Gebäudebrand, den das IFS untersucht, geht auf Brandstiftung zurück. Bei Erziehungseinrichtungen wie Schulen oder Kitas liegt die Zahl mit einem Faktor von 2,5 allerdings noch deutlich höher. Ein typisches Szenario ist hier eine brennende Mülltonne, die neben dem Gebäude oder unter dem Vordach steht. Abfallbehälter sollten daher nicht frei zugänglich sein und so aufgestellt werden, dass ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude unmöglich ist, rät das IFS.

Einladend für Brandstifter sind zudem die häufigen Zeiten, in denen die Gebäude nicht genutzt werden. In sieben von zehn Fällen legen die Täter das Feuer abends oder in der Nacht, erklärt das Institut. Nach Schul- oder Kitaschluss, am Wochenende und während der Ferien könnten Bewegungsmelder und Kameras helfen. Denn sie signalisieren, dass das Gebäude zwar ungenutzt aber nicht unbeaufsichtigt ist.

Um Brandstiftern den Einstieg ins Gebäude zu erschweren, sollten die Türen und Fenster während der Nichtnutzung verschlossen und bestenfalls mit einer Gefahrenmeldeanlage gekoppelt sein. Dadurch könne eine signifikante Anzahl von Brandlegungen verhindert werden.

Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V.
www.ifs-ev.org

Letzte Aktualisierung: 17.09.2020