Konjunkturbarometer 2017: Gute Vorzeichen

Die Brandschutzbranche geht optimistisch in das neue Jahr. Im FeuerTRUTZ Konjunkturbarometer 2017 zeigt sich zudem, dass die meisten Befragten auch mit der Geschäftsentwicklung im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2016 zufrieden sind.

Januar 2017 / Von André Gesellchen. Der deutschen Wirtschaft geht es prächtig. Die allgemeinen Indikatoren für die Gesamtwirtschaft sind fast ausnahmslos auf hohem Niveau stabil. Wie ist aber die Lage auf dem Bausektor und speziell in der Brandschutzbranche? Und mit welchen Erwartungen blicken Planer und Ausführende auf das Jahr 2017?

Konjunkturbarometer 2017: Gute Vorzeichen
Das Geschäft mit gewerblichen Kunden lief laut den Ergebnissen einer Online-Umfrage von FeuerTRUTZ 2016 besser als vor einem Jahr erwartet, das Bild bei den privaten und öffentlichen Kunden ist differenzierter. (Quelle: FeuerTRUTZ)

Bau-Boom

Die Geschäftsentwicklung im Bausektor kann als guter Indikator für die Brandschutzbranche herangezogen werden, denn bei steigendem Bauvolumen nehmen auch die Auftragszahlen von Brandschutzplanern und Facherrichtern zu. Derzeit kann die Branche beim Blick auf die Baukonjunkturdaten optimistisch bleiben. Laut ifo-Geschäftsklima-Index von Dezember 2016 wird sich die "Rekordjagd" des Bauhauptgewerbes nämlich fortsetzen: "Den Baufirmen ging es laut Umfrage seit der Wiedervereinigung nicht so gut wie aktuell. Die erneut verbesserten Erwartungen sprechen außerdem dafür, dass der Boom sich in den nächsten Monaten fortsetzen wird."
Und auch die Soka-Bau geht aktuell davon aus, dass "die grundsätzlichen Langfrist-Voraussetzungen für eine Fortsetzung der guten Baukonjunktur gegeben sind:

  • So sind die Zinsen für Hypothekenkredite weiterhin auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau, was den Wohnungsbau stützt.
  • Die Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe ist laut Umfrage des ifo Instituts erneut gestiegen und befindet sich auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2008. Aus diesem Grund dürften bald Erweiterungsinvestitionen getätigt werden und sich damit die Aussichten für den Wirtschaftsbau verbessern.
  • Ferner hat das Bundeskabinett eine Zuweisung an den Kommunalinvestitionsförderungsfonds in Höhe von 3,5 Mrd. € beschlossen. Die Kommunen sollen die Mittel in den kommenden vier Jahren auch zur Sanierung von Schulen nutzen können."

In drei Quartalen 2016 so viele Aufträge wie 2002 bis 2006

Ebenfalls sehr positiv, wenn auch mit einer aktuell leichten Abkühlung, blicken die freischaffenden Architekten laut ifo Architektenumfrage IV/2016 (Dez. 2016) auf ihre Geschäftsentwicklung:
"Das Umfeld ist immer noch von einem Boom gekennzeichnet: Der Anteil der Architekten, die im Verlaufe des dritten Quartals 2016 neue Verträge abschließen konnten, lag mit 56 % nur knapp unter dem Wert des Vorquartals (57 %). Der langjährige Durchschnitt von 50,5 % wurde damit erneut übertroffen. Die wahre Dimension der Auftragsflut zeigt jedoch folgender Vergleich: In den ersten drei Quartalen dieses Jahres konnten die Architekten so viele Planungsaufträge akquirieren wie im gesamten Fünfjahreszeitraum 2002 bis 2006.
Das geschätzte Bauvolumen aus den im dritten Quartal 2016 neu abgeschlossenen Verträgen (Neubauten ohne Planungsleistungen im Bestand) lag geringfügig höher als im Vorquartal; dabei waren ...

  • die Volumina im Wohnungsbau um etwa 3 % kleiner und
  • im Nichtwohnbau um rund 6 % größer."

Sicherheitstechnik legt zu

Auch der Markt für elektronische Sicherheitstechnik profitiert von der guten Entwicklung der Baubranche. Laut der aktuellen Markterhebung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. hält das starke Wachstum weiter an. "Nach dem Rekordjahr 2015 scheint auch das laufende Jahr 2016 wieder für neue Bestmarken in der Sicherheitsbranche zu sorgen. Die deutschen Sicherheitsanbieter prognostizieren demnach für 2016 ein sattes Umsatzplus von 4,9 Prozent." Das größte Segment, die Brandmeldetechnik wird dieser Prognose nach in 2016 um 3,8 % gestiegen sein, das entspricht einem Umsatz von 1,745 Mrd. €. Das stärkste Wachstum verzeichnet mit 8 % die Einbruchmeldetechnik.

Ergebnis der FeuerTRUTZ-Online-Umfrage

Konjunkturbarometer 2017: Gute Vorzeichen
Ergebnis der FeuerTRUTZ Online-Umfrage: Deutlich weniger Befragte sehen mit negativen Erwartungen auf das vor ihnen liegende Jahr, als dies im Vorjahr der Fall war. (Quelle: FeuerTRUTZ)

Wie in den vergangenen Jahren hat FeuerTRUTZ auch Ende 2016 mit einer Online-Umfrage unter 12.500 Lesern ein umfassendes und aktuelles Stimmungsbild der Brandschutzbranche erhoben. Die Ergebnisse werden Mitte des Jahres in der Studie FeuerTRUTZ Trend 2017 veröffentlicht (s. Infokasten). Hier vorab einige ausgewählte Ergebnisse (s. Diagramme):

  • Die Befragten beurteilen das Geschäft 2016 insgesamt sehr positiv, im Vergleich zu 2015 ist aber der Bereich "gleich gut" größer geworden.
  • Insbesondere das Geschäft mit gewerblichen Kunden war 2016 erfreulich. Knapp 60 % beurteilen die Geschäftslage hier als "besser" (38,4 %) oder "viel besser" (21 %).
  • Eine Verschlechterung des Geschäfts sehen die wenigsten, allenfalls bei den öffentlichen Kunden sahen dies 12,3 % schlechter (8,7 %) oder viel schlechter (3,6 %).

Der Ausblick auf 2017 gestaltet sich durchweg positiv:

  • Von den gewerblichen Kunden erwarten sich die Befragten in diesem Jahr das größte Wachstumspotenzial und weniger als 3 % sehen hier schlechtere (2,2 %) oder viel schlechtere (0,7 %) Geschäfte als 2016 voraus.
  • Vergleichsweise wenig Bewegung sehen die Befragten im Geschäft mit Privatkunden. Fast zwei Drittel erwarten 2017 ein gleich gutes Geschäft wie im Vorjahr.

Der Artikel "Gute Vorzeichen" ist in Ausgabe 1.2017 des FeuerTRUTZ Magazins (Januar 2017) erschienen.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum FeuerTRUTZ Magazin .

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