Nachruf: Zum Tode von Thomas Kempen

Am 9. Juli diesen Jahres verstarb mit Professor Dipl.-Ing. Thomas Kempen ein allseits geschätzter Brandschutzexperte und langjähriger Wegbegleiter von FeuerTrutz und Rudolf Müller. Er erlag mit 61 Jahren viel zu früh einem heimtückischen Leiden.

Thomas Kempen

Thomas Kempen trat 1989 in das Büro seines Vaters und leitete seit 1992 das ständig wachsende Unternehmen. „Kempen Krause Ingenieure“ beschäftigt heute rund 300 Mitarbeiter und ist auch im vorbeugenden Brandschutz eine bekannte Adresse. Als geschäftsführender Gesellschafter nahm Thomas Kempen seine Verantwortung nicht nur für den Brandschutz, sondern auch für den Ingenieurberuf im Allgemeinen ernst. Dazu gehörte auch berufspolitisches Engagement, vor allem im Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure, dessen Ehrenvorsitzender er zuletzt war. In seiner Heimatstadt Aachen wirkte er in zahlreichen Initiativen und war auch dort ein engagierter Bürger im besten Sinne. An der FH Aachen lehrte er im Fachbereich Architektur im Fachgebiet vorbeugender Brandschutz.

Beruflich und persönlich verbinde ich mit Thomas Kempen viele schöne Erinnerungen.

Er war ein enger Wegbegleiter in der Entwicklung des FeuerTrutz Verlages, für den er viele Jahre als Hauptreferent unseres Kongresses vorgetragen hat. Die positive Entwicklung zur führenden Veranstaltung Deutschlands hat er wesentlich geprägt. Seine Herzensangelegenheit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Brandschutz in Einklang zu bringen, fand immer unsere volle Unterstützung. Sein leidenschaftlicher und unterhaltsamer Vortragsstil und seine hohe fachliche Kompetenz waren wegweisend. Zuletzt machte er sich auch für das Thema des barrierefreien Bauens stark und hat die Entwicklung von Barrierefrei-Konzepten maßgeblich vorangetrieben.

Als langjähriges Mitglied in der Jury zur Branchenauszeichnung Brandschutz des Jahres war sein Urteil stets deutlich und fair. Für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit bin ich Thomas Kempen sehr dankbar.

Immer, wenn sich Gelegenheit auf den gemeinsam besuchten Branchenveranstaltungen fand, konnte ich mit ihm angeregt diskutieren – auch über die Welt des Brandschutzes hinaus. Sein trockener Humor, sein Charme, seine Bildung und sein gesellschaftliches Engagement machten ihn zu einem sehr geschätzten Wegbegleiter. Sein Tod berührt uns alle sehr.

Persönlich habe ich mich immer über seine regelmäßigen Einladungen zu den Vernissagen in seinem Büro gefreut und war dort gerne sein Gast. Allein die Auswahl der ausgestellten Künstler zeigte seinen großen humanistischen Geist. Nicht nur diese wunderbaren Treffen werde ich vermissen.

Seinen Angehörigen und den Mitarbeitern in seinem Büro wünsche ich Kraft, die Zeit der Trauer zu bewältigen. Uns bleiben die vielen Erinnerungen an einen wundervollen Menschen, der sich mit Freude, Interesse, Leidenschaft und Engagement kümmerte. Davon gibt es zu wenige.

Günter Ruhe
und die Mitarbeiter*innen von FeuerTrutz Network, bfb barrierefrei bauen und der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller

Letzte Aktualisierung: 20.08.2020