R 30 ungeschützt – durch Feuerverzinken

Auch im Brandfall muss das Tragsystem von Gebäuden den statischen Anforderungen ausreichend lange genügen, um die Selbst- bzw. Fremdrettung von Menschen und den ungefährdeten Einsatz der Feuerwehr zu ermöglichen. Neue Untersuchungen zeigen, dass die Feuerverzinkung von Stahltragwerken wesentlich zu deren Feuerwiderstand beitragen kann.

R 30 ungeschützt - durch Feuerverzinken
Abb. 1a/b: Vergleich von feuerverzinkten Proben vor (links) und nach (rechts) dem 2. Brandversuch (Foto: Christian Gaigl)

August 2019 / Von Christian Gaigl, Prof. Dr.-Ing. Martin Mensinger. Stand der Technik, um Stahl- bzw. Stahlverbundkonstruktionen im Brandfall vor zu hohen Bauteiltemperaturen zu schützen, ist ein zusätzlicher passiver Brandschutz (Beschichtung oder Bekleidung). Eine Alternative sind rechnerische Nachweise gemäß Eurocode. Dabei ist die Temperatur der Stahlbauteile nach DIN EN 1993-1-2 [1] zu bestimmen und der Tragfähigkeitsnachweis unter Berücksichtigung einer Abminderung der temperaturabhängigen Materialkennwerte zu führen.

Zu diesem Zweck wurden in einem Forschungsprojekt der Technischen Universität München positive Effekte einer Feuerverzinkung auf die Temperaturentwicklung von Stahlbauteilen unter Brandeinwirkung untersucht (s. Abbildung 1).

Ziel ist es, eine dauerhafte, kostengünstige R 30-Brandschutzvariante durch ungeschützte, feuerverzinkte Stahlbauteile zu ermöglichen. Die Feuerverzinkung ist seit mehreren Jahrzehnten eine wirtschaftliche und effiziente Methode, um Stahl vor Korrosion zu schützen. Neben bekannten Bereichen wie dem Hochbau wird die Feuerverzinkung seit Kurzem auch im Bereich des Brückenbaus erfolgreich angewandt. An der TU München wurde deshalb in einem Forschungsprojekt (IGF-Nr. 18887) untersucht, ob zusätzliche Synergieeffekte im Brandschutz generiert werden können. [...]

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Den vollständigen Artikel aus dem FeuerTrutz Magazin 4.2019 können Sie kostenfrei herunterladen. Die Autoren beschreiben das Forschungsprojekt sowie die Ergebnisse und gehen dabei auf die Erwärmung von Stahlbauteilen, die Feuerverzinkung, die Ermittlung des Emissionsgrads sowie den Emissionsgrad feuerverzinkter Stahlbauteile ein.

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Autoren

Christian Gaigl, M.Sc. (TUM): Doktorand am Lehrstuhl für Metallbau der Technischen Universität München; Vor seiner Promotion bereits mehrere Jahre als Statiker in der Tragwerks­planung sowie im Bereich der Prüfung statischer Nachweise tätig; Promoviert seit 2016 über den Feuerwiderstand feuerverzinkter Stahlbauteile

Prof. Dr.-Ing. Martin Mensinger: Ordinarius des Lehrstuhls für Metallbau der Technischen Universität München; Prüfingenieur für Baustatik (Fachrichtung Metallbau) und Prüfingenieur für Stahl- und Verbundbau im Verantwortungsbereich des EBA; Seit 2014 Partner der Mensinger Stadler Ingenieurpartnerschaft mit Sitz in München. In verschiedenen nationalen und internationalen Normungsgremien engagiert

Der Artikel ist in Ausgabe 4.2019 des FeuerTrutz Magazins (Juli 2019) erschienen.
Hier finden Sie weitere Informationen zum FeuerTrutz Magazin Ausgabe 4.2019

Letzte Aktualisierung: 22.08.2019

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