Smart Building 2030: Daten entscheiden über den Erfolg

Der Sulzburger Brandmeldespezialist Hekatron Brandschutz hat gemeinsam mit dem Berliner Sicherheitsfacherrichter Schlentzek & Kühn und den Trendforschern des 2b Ahead Thinktank die Trendanalyse "Smart Building 2030: Geschäftsmodelle in der Sicherheitstechnik der Zukunft" herausgegeben.

Hekatron: Trendstudie Smart Building 2030: Daten entscheiden über den Erfolg
Trendstudie "Smart Building 2030: Geschäftsmodelle in der Sicherheitstechnik der Zukunft" (Bild: Hekatron)

Januar 2017. Die Analyse prognostiziert große Umwälzungen in zukünftigen Smart Buildings, die auch die Geschäftsmodelle von Sicherheitsanbietern und Facherrichtern deutlich verändern werden.

"Digitale und analoge Welt werden immer weiter miteinander verschmelzen", erläutert Peter Ohmberger, Geschäftsführer Hekatron Brandschutz. "Jetzt geht es darum, wie wir die Digitalisierung in unserer Branche vorantreiben." Denn auch die klassische Sicherheitstechnik, wie Brandmelder, Kameras oder Einlasskontrollen, wird in Zukunft mit dem Internet verbunden und bietet dadurch mehr Sicherheit für Mensch und Gebäude, denn die Leistungsfähigkeit von Sensoren wird in den kommenden zehn Jahren weiter wachsen. In diesem Kontext wird der jeweilige Sensor "Mittel zum Zweck" – ein Datenpunkt im Gebäude, der sich mit anderen Datenpunkten vernetzt. Die Herausforderung für Hekatron Brandschutz und seine Kunden, die Facherrichter, wird darin liegen, Mehrwert und Geschäftsmodelle mit diesen Daten zu generieren. "Brandschutz 1.0, wie die jährliche Überprüfung jedes einzelnen Melders direkt vor Ort, unterschiedlichste, voneinander unabhängige Brandschutzgewerke wie Brandmeldeanlage, Feststellanlage und RWA-Anlagen in einem Gebäude sowie ein Datenmanagement mit unzählige Medienbrüchen werden unsere Kunden nicht mehr akzeptieren", ist Ohmberger überzeugt. Die Branche müsse neu denken und zum Brandschutz- und Sicherheitsmanager für ihre Kunden werden.

FeuerTRUTZ Brandschutzkongress 2018
Beim FeuerTRUTZ Brandschutzkongress 2018 in Nürnberg wird Peter Ohmberger den Impulsvortrag zum Thema "Smart Building 2030: Sicherheitstechnik der Zukunft" mit einer Abschlussdiskussion halten. Dieser Vortrag ist auch für Messebesucher offen und findet am 22. Februar 2018 im Rahmen des Brandschutzkongresses im NürnbergConvention Center in Saal Brüssel statt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Brandschutzkongress

Die Sicherheitstechnik der Zukunft

Laut der Analyse wird die Perspektive der Sicherheitstechnik der Zukunft darin liegen, dass Anbieter von Sicherheitstechnik und Sicherheitslösungen neue Kompetenzen entwickeln. Der Sicherheitstechniker der Zukunft ist derjenige, der erkennt, welche Datenpunkte ohnehin im Smart Building vorhanden sind. Er ist derjenige, der erkennt, welche dieser Datenpunkte verknüpfbar sind. Und er ist derjenige, der Erfahrung darin hat, einen Zugang zu diesen Daten zu finden. In dieser Hinsicht erweist sich die Digitalisierung im Bestand als Schlüssel der Entwicklung des Smart Building. Hier erwerben Sicherheitstechniker und Lösungsanbieter die Erfahrungen und die Kompetenz, die sie wiederum in die Konzeption von Neubauten einfließen lassen können. Hier ist die Wurzel der digitalen Werte der Branche.

"Wir wollen gemeinsam mit unseren Partner das Thema Digitale Transformation angehen", betont Ohmberger. "Hekatron Brandschutz wird dabei der Katalysator in der Branche sein. Gemeinsam werden wir einen konkreten Schritt in Richtung gemeinsame Zukunft machen."

Die Studie konkretisiert die Herausforderungen der Digitalisierung u.a. bezogen auf die folgenden Aspekte und Handlungsfelder:

KI: Übernehmen Sie!

Miniaturisierte, preiswerte und vernetzte Sensoren werden im Gebäude der Zukunft immer größere Datenmengen produzieren. Die Auswertung, Verknüpfung und Analyse dieser Daten wird zukünftig von Künstlicher Intelligenz (KI) übernommen, da Menschen selbst mit hochergonomischen Leitstellen nicht mehr in der Lage sein werden, die komplexen Datenströme umfassend zu verknüpfen und zu interpretieren. Die Entwicklung geht vom heutigen teildigitalisierten Gebäude mit zentraler Leitstelle zum autonomen Smart Building, in dem intelligente und lernfähige Smart Devices ohne menschliches Zutun miteinander kommunizieren.

Daten statt Produkte

Diese autonomen Smart Buildings werden der Studie zufolge großen Einfluss auf Hersteller und Dienstleister im Sicherheitsbereich haben. Zukünftig werden nicht mehr Produkte im Mittelpunkt stehen, sondern das Erkennen und Verknüpfen von Datenpunkten im Gebäude sowie die Verfügbarkeit von Datenströmen und deren Interpretation. Handwerksbetriebe werden sich zukünftig nicht mehr an menschlichen Ansprechpartnern, sondern an der KI eines Gebäudes orientieren und mit dieser verhandeln müssen.

Digitalisierung im Bestand

Neubauten sind Vorreiter, wenn es um die Digitaliserung von Gebäuden geht? Es scheint auf der Hand zu liegen: die Digitalisierung ist hier einfacher umzusetzen: keine Mieter, keine vorhandenen Leitungen und keine bestehenden Kabelschächte. Jedoch lag der Anteil der Neubaumaßnahmen am gesamten Wohnungsbauvolumen im Jahr 2016 bei nur einem Drittel des Wohnungsbauvolumens in Deutschland. Zwei Drittel der Investitionen im Wohnungsbaumarkt fließen in Bestandsgebäude – ein weitaus größerer Markt. In den anderen Gebäudesegmenten ist das Bild grundsätzlich nicht anders. Bestandsgebäude scheinen also schon allein durch ihre Menge ein größeres Potenzial für die Digitali­sierung im Gebäude zu bieten.

Die Studienautoren gehen davon aus, dass Neubauten zwar den ersten Schritt wagen, Bestandsgebäude jedoch in Sachen Digitalisierung schnell nach- und an den Neubauten vorbeiziehen werden. Bestandsgebäude werden einen grundlegenden Entwicklungsschritt überspringen: Im digitalisierten Bestandsgebäude wird es auch in Zukunft keinen Kontrollraum geben – wo auch? Stattdessen beginnt die Digitalisierung im Bestand bei der umfassenden Vernetzung bestehender Geräte und Nutzern, sowie der Auswertung der generierten Daten. Der Aufbau einer intelligenten Plattform ist der erste Schritt auf dem Weg zum autonomen Gebäude. Bestandsgebäude werden zum Innovationsführer des Smart Building der Zukunft.

Bei der Digitalisierung im Wohungsbaubestand treiben sich Mieter und Eigentümer gegenseitig. Die Digitalisierung durch Eigentümer wird ­insbesondere mit Blick auf die Erweiterung der Lebensdauer eines Wohnungsbaus getrieben. Intelligente Heizungs- und Beleuchtungsanlagen oder Brandmeldevorrichtungen erhöhen die technische Lebensdauer des Gebäudes. Gleichzeitig beginnen Mieter intelligente ­Elemente in ihre Wohnung zu implementieren, um ihre ­individuellen Bedürfnisse zu befriedigen.

Pre-Sec: Neue Geschäftsfelder

Mit intelligenten, KI-gesteuerten Sensoren lassen sich nach Ansicht der Autoren allerdings auch neue Geschäftsfelder erschließen. In den Bereich des Möglichen rückt beispielsweise die "Predic­tive Security", die Gefahrensituationen in Echtzeit vorhersagt, statt Gefahren lediglich zu erkennen. Eng damit verbunden ist das "Trainieren" eines Smart Buildings. Sicherheitsdienstleister können ihre Erfahrung nutzen, um die Verknüpfung und Analyse der Datenströme und damit die Abläufe in Gebäuden zu optimieren.

Voraussetzung dazu sei, dass die heute häufig noch konventionell aufgestellten Sicherheitsanbieter und -dienstleister völlig neue Kompetenzen entwickeln und ohne Scheuklappen den Markt und die technische Entwicklung verfolgen.

Die ganze Trendstudie steht kostenlos auf der Webseite von Hekatron zum Download bereit: Trendstudie "Smart Building 2030: Geschäftsmodelle in der Sicherheitstechnik der Zukunft"

Hekatron Vertriebs GmbH
www.hekatron-brandschutz.de

Letzte Aktualisierung: 30.01.2018

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