Umfrage: Brandschützer für BIM noch nicht gerüstet

Die Ergebnisse einer aktuellen Online-Befragung von FeuerTrutz unter 269 Brandschützern zeigen das derzeitige Stimmungsbild in Bezug auf die Auswirkungen der Digitalisierung und von Building Information Modeling (BIM).

Studie: Brandschützer für BIM noch nicht gerüstet
Laut einer Umfrage von FeuerTrutz halten sich mehr als zwei Drittel der befragten Brandschützer für schlecht (42,4 Prozent) oder sehr schlecht (26,0 Prozent) für den Einsatz von BIM in ihren Projekten gerüstet. (Bild: FeuerTrutz)

Mai 2018 / Von André Gesellchen. Digitalisierung ist sicherlich ein schon stark beanspruchtes Buzzword. Dahinter verbergen sich aber für den Brandschutz und die gesamte Gebäudeplanung durchaus reale und tief greifende Wandlungsprozesse. Die Arbeitsweisen der am Bau Beteiligten werden sich in den kommenden Jahren unter dem Einsatz neuer Werkzeuge und Arbeitsweisen grundlegend ändern.

Allein das Building Information Modeling (BIM) hat das Potenzial, viele Prozesse von der Planung über den Bau bis zum Betrieb von Gebäuden völlig zu verändern. Diese Entwicklung lässt sich als Chance für ein effizienteres und fehlerfreieres Zusammenarbeiten begreifen, es kann aber auch als Überforderung und Gefahr betrachtet werden.

Eine Befürchtung der Befragten Brandschützer ist, dass BIM von großen Planungsbüros besser zu bewältigen ist und dass die kleineren Büros das Nachsehen haben werden. Fast 80 Prozent der befragten Planer und knapp 75 Prozent der Gesamtheit der Befragten stimmen dieser These zu. Die Gründe liegen, das zeigen die weitergehenden Antworten, z.B. in den hohen Kosten für Software und nötige Schulungen sowie im Fachkräftemangel.

Bedenklich ist, dass sich derzeit nur wenige Brandschützer für gut auf die BIM-Arbeitsweise vorbereitet halten. Nur zwei der Befragten fühlen sich insgesamt sehr gut "für den Einsatz von BIM in Ihren Projekten gerüstet". Mehr als zwei Drittel halten sich für schlecht (42,4 Prozent) oder sehr schlecht (26,0 Prozent) vorbereitet. Die Befragung zeigt aber auch, dass BIM als wichtige Herausforderung gesehen wird – es wartet also noch viel Ausbildungs- und Aufklärungsarbeit auf alle Branchenteilnehmer.

Ein Schwerpunkt in der in dieser Form bislang einzigartigen Befragung war zudem die Rolle der Hersteller von Brandschutz- und Bauprodukten. Die Branche erwartet von ihnen konkrete Hilfestellung bei der Implementierung von BIM in die Brandschutzplanung. So sind z.B. die Datenbanken und Homepages von Produktherstellern die wichtigste Quelle für Anwender, um BIM-Informationen zu Bauprodukten zu beziehen. Über 45 Prozent der befragten Planer, Facherrichter und Betreiber suchen diese Informationen direkt bei den Herstellern.

Im Rahmen der Veranstaltung FeuerTrutz Trend am 12. Juni in Köln werden die kompletten Ergebnisse der Befragung erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt.
Weitere Fachvorträge zur digitalen Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft, zu BIM im Brandschutz sowie Herausforderungen für die Produkthersteller bieten einen Rahmen für Information und Austausch der betroffenen Branchenteilnehmer.
Weitere Informationen zu FeuerTRUTZ Trend 2018

Interessierte, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, haben die Möglichkeit, die Studie "Branchenbarometer Brandschutz 2018 – Digitalisierung und BIM" ab dem 12. Juni 2018 im Online-Shop www.baufachmedien.de zu bestellen.

FeuerTrutz Network GmbH
www.feuertrutz.de

Letzte Aktualisierung: 22.05.2018

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