Die Ausgabe 1.2026 des FeuerTrutz Magazins ist am 18. Februar 2026 erschienen.
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Aus dem Inhalt der Ausgabe 1.2026:
Konzept
Brandschutz in der ersten Achtfach-Sporthalle Europas
Großsporthallen zählen aufgrund ihrer Nutzung, der starken Personenbelegung sowie der häufigen Mehrfachnutzung zu den brandschutztechnisch anspruchsvolleren Sonderbauten. Werden diese zudem mehrgeschossig und in Holz-Hybridbauweise errichtet, ergeben sich zusätzliche Anforderungen an Tragwerkskonzept, Rettungswegführungen und eine funktionierende Rauchableitung. Der vorliegende Beitrag stellt das Brandschutzkonzept für den Neubau einer Achtfach-Sporthalle in Monheim am Rhein vor. Das Ziel war die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen und zugleich schutzzielorientierten Konzepts, das den schulischen Sportbetrieb ebenso wie den Trainings- und Wettkampfbetrieb von Sportvereinen einschließlich eines Tribünenbereichs für Zuschauer sicher ermöglicht.
(Stefan Schwirz, B. Eng.)
Planung
„In 99 % der Fälle haben wir keine saubere Aktenlage“
Eine Technical Due Diligence (TDD) im Brandschutz bewertet Gebäude systematisch und identifiziert Risiken und Mängel. Die Analyse umfasst bauliche, anlagentechnische und organisatorische Aspekte, oft gekoppelt mit überwiegend zerstörungsfreien Prüfungen und der Sichtung von Dokumenten. Das Ziel sind eine solide Grundlage für Investitionsentscheidungen und eine transparente Risikoabschätzung. Im Interview erläutert Ann-Katrin Kranz, Brandschutzsachverständige sowie Niederlassungsleiterin München und Memmingen bei der Endreß Ingenieurgesellschaft, die Bedeutung der TDD für den Brandschutz im Bestand.
Notwendigkeit einer Werkfeuerwehr
Werkfeuerwehren operieren im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsinteressen, gesetzlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Aspekten. Die Diskussion über ihre Notwendigkeit ist oft emotional, wobei zwischen Sicherheitsarchitektur und historischen Strukturen differenziert wird. Entscheidend sind jedoch Risiken, Genehmigungen und das Zusammenspiel von Präventionund reaktiver Notfallorganisation. Der Beitrag verdeutlicht, wie präventive und abwehrende Maßnahmen fachlich miteinander verknüpft sind und warum eine schutzzielorientierte Bedarfsplanung essenziell für fundierte Entscheidungen ist.
(Nico Oestreich)
Baulicher Brandschutz
„Modernes Brandschutzmanagement in Krankenhäusern ist ein fortlaufender Prozess“
Krankenhäuser stellen besondere Anforderungen an den Brandschutz. Da jeder Klinikbau einzigartig ist, erfordern die Planung sowie der Betrieb maßgeschneiderte Lösungen, die vielfältige Nutzungsarten und Sicherheitsvorgaben berücksichtigen. Ein modernes Brandschutzmanagement setzt auf flexible Konzepte, die sowohl bauliche als auch organisatorische Aspekte vereinen. Im Interview berichten die Fachbuchautoren Talal Al-Kass, Martin Feucht-Sedlmeier und Timo Weidner über typische Fragestellungen und wie ihr vor Kurzem erschienener Titel „Brandschutz in Krankenhäusern“ auf diese eingeht.
Verwechslungsgefahr: FE180 ≠ Funktionserhalt
Die Annahme, dass installierte Kabel selbst schon einen integrierten Funktionserhalt FE180 haben und die Befestigung daher egal ist, ist zwar weit verbreitet, aber leider falsch. Was genau eine Kabelanlage mit elektrischem Funktionserhalt ausmacht und worin sie sich von Kabelprüfnormen unterscheidet, soll dieser Beitrag beschreiben.
(Dipl.-Ing. (FH) Stefan Ring)
nawaRo-Dämmstoffe: Möglichkeiten und Grenzen im Holzbau der Gebäudeklasse 4
nawaRo-Dämmstoffe besitzen ein großes ökologisches Potenzial, stoßen im Holzbau jedochauf restriktive Brandschutzanforderungen. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat Svenja Scherner Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung von nawaRo-Dämmstoffen präsentiert. Der Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
(Svenja Scherner, B.Sc.)
Anlagentechnischer Brandschutz
Vereinheitlichte Anschlussbedingungen von BMA
Brandmeldeanlagen sind häufig bauordnungsrechtlich notwendig und müssen auf alarmauslösende Stellen der Feuerwehr aufgeschaltet werden. Die „Technischen Anschlussbedingungen für Brandmeldeanlagen“wurden durch die Einführung normierter Vorgaben wie der DIN 14675-1 weitgehend ersetzt. Aktuelle Anforderungen betreffen organisatorische Aspekte wie Antragsprozesse oder Alarmorganisation. Verbleibende standortspezifische Festlegungen sind in den Anschlussbedingungen geregelt. Ihre rechtliche Zulässigkeit und ihre Durchsetzbarkeit müssen stets gewährleistet sein.
(Jürgen Weiß)
Brandschutz imbarrierefreien Wohnen
Barrierefreies Wohnen wird in der Praxis häufig auf bauliche Aspekte wie Bewegungsflächen, Türbreiten oder Bedienhöhen reduziert. Beim Brandschutz treten jedoch andere Anforderungen in den Vordergrund: Entscheidend ist, dass Bewohner eine Gefahr rechtzeitig wahrnehmen, richtig einordnen und darauf reagieren können. Der Beitrag zeigt, was sich daraus für den Brandschutz in barrierefreien Wohnungen ergibt und welche Rolle dabei vernetzte Rauchwarnmelder spielen.
(Thorsten Teichert)
Organisatorischer Brandschutz
Schutz von Kulturgütern vor und bei Bränden: Sicht der Feuerwehr
Im Landkreis München hat sich der Kreisfeuerwehrverband München in seinem Fachbereich 4 Vorbeugender Brand-, Gefahren- und Umweltschutz schon vor mehr als zehn Jahren mit dem Thema Kulturgutschutz beschäftigt. Zusammen mit fachkundigen Architekten, Ingenieuren und Feuerwehrführungskräften wurde das „Konzept Kulturgutschutz für Einsatzkräfte der Feuerwehren und für Betreiber von Kunst- und Kulturstätten im Landkreis München“ erarbeitet und in den Kommunen, Kirchenorganisationen, privaten und staatlichen Museen und Schlössern bekannt gemacht.
(Stefan Deschermeier)
Recht
Räumung von Terrassenhochhäusern erwies sich als rechtswidrig
OVG NRW, Urteil vom 12. November 2025 – 7 A 2985/21 –, juris
(RA Stefan Koch)
Über Ingenieurmythen: Mythos der „bösen Gerichte“ und Bewertung der Umfrage (Teile II und III)
Dieser Beitrag setzt den Beitrag „Technische Regeln, ihre Anerkennung und prozessuale Bedeutung (Teil I)“ aus dem FeuerTrutz Magazin Ausgabe 6.2025 fort. Er befasst sich mit dem Mythos von den bösen Gerichten und den wohlmeinenden Baubeteiligten, den Folgen aus Teil I für die Baubeteiligten im Streitfall sowie mit einer Bewertung der zehn Umfragethemen des Mythen-Beitrags aus Ausgabe 3.2025.
(RA Norbert Küster)
#verbockt
„Klassiker“ Verkeilen einer Brandschutztür
Der bekannte „Brandschutz-Keil“ verhindert das automatische Schließen von Brandschutztüren, sodass sich Rauch und Flammen schneller ausbreiten können: mehr zu diesem typischen Problem und möglichen Lösung lesen Sie in diesem Artikel.
(Michael Stockwell)
Weitere Inhalte in dieser Ausgabe:
- Neu geregelt: Übersicht neuer Normen, Normentwürfe, Richtlinien und Verordnungen
- Verbandsmitteilungen des DIvB und der VdBP
- Neuigkeiten aus der Brandschutzbranche
- Produktvorstellungen
Vorschau auf Ausgabe 2.2026
Ausgabe 2.2026 erscheint am 23. März 2026
Fokus KI: Werkzeuge für die Brandschutzplanung
Künstliche Intelligenz bietet auch im vorbeugenden Brandschutz eine Unterstützung, zeigt jedoch klare Grenzen bei komplexen Ingenieuraufgaben. Das Fokus umfasst ein Interview zum Thema Möglichkeitenund Grenzen zum Einsatzvon KI im Planungsbüro sowie einen Fachbeitrag zum Thema KI als digitaler Planungs-Assistent.
Obliegenheitspflichten in der Feuerversicherung
Obliegenheitspflichten in der Feuerversicherungnehmen eine zentrale Stellung im Gefüge des Versicherungsvertragsrechtsein. Sie bilden das Bindeglied zwischen dem Interesse des Versicherers an einer risikoadäquaten Gefahrenabwehr und dem Interesse des Versicherungsnehmers am Erhalt des Versicherungsschutzes.
Der Faktor Mensch in der Brandschutzplanung
Das menschliche Verhalten in Notfallsituationen, insbesondere bei Bränden, wird durch zahlreiche sozialpsychologische Faktoren beeinflusst. Der Artikel soll einen Einblick in die Welt der psychosozialen Zusammenhänge im Brandfall und im Planungsprozess geben sowie mögliche Ansätze zur Implementierung alternativer Ansätze für die Zukunft der Planungspraxis bieten.
