FeuerTrutz Magazin Ausgabe 2.2021: Cover mit drei Musterseiten Quelle: FeuerTrutz Network
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31. March 2021 | Teilen auf:

FeuerTrutz Magazin Ausgabe 2.2021

Die Ausgabe 2.2021 des FeuerTrutz Magazins ist am 31. März 2021 erschienen. Die Themen in dieser Ausgabe: Kellerbrände: Anforderungen an natürliche Rauchabzugsflächen | Nachhaltigkeit im Brandschutz | BayBO: Neue Regeln für den vorbeugenden Brandschutz im Freistaat | Funktionserhalt: Zwischen Sinn und Wahnsinn

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Aus dem Inhalt der Ausgabe 2.2021

Brennpunkt  

Schlüsselkompetenz für Circular Economy im Bauen
Die Hinwendung zu einer werterhaltenden Circular Economy ist ein ganzheitlicher und umfassender Ansatz, um das notwendige nachhaltige Wirtschaften zu ermöglichen. Auf dieser Grundlage entfalten Maßnahmen in der Architektur und im Bausektor bedeutende Wirkung. Der sachbezogen-strukturelle Ansatz des vorbeugenden Brandschutzes, seine Konzentration auf ein Maßnahmenminimum sowie seine Bedeutung als Übersetzer rechtlicher Zielstellungen bilden dabei eine Schlüsselkompetenz beim notwendigen Wandel zum zirkulären Bauen.
(Autor: Andreas Flock)

Baulicher Brandschutz

Die Änderungen der Bayerischen Bauordnung 2021 – Teil 1
Der Bayerische Landtag beschloss am 02.12.2020 in zweiter Lesung den Gesetzentwurf der Bayerischen Staatsregierung zur Vereinfachung baurechtlicher Regelungen und zur Beschleunigung sowie Förderung des Wohnungsbaus. Das im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt bekannt gemachte Gesetz vom 23.12.2020 enthält Änderungen mehrerer Gesetze und Verordnungen. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Bayerische Bauordnung, die am 01.02.2021 in Kraft trat. Der Beitrag geht auf die wichtigsten Neuerungen ein.
(Autor: Lutz Battran)

Natürliche Rauchabzugsflächen in Kellergeschossen
Kellerbrände unterscheiden sich in mehreren Merkmalen von Bränden in oberirdischen Gebäudeteilen und stellen die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Für eine ventilationsgesteuerte Brandbekämpfung sind in Kellern oft keine oder nur zu kleine Rauchabzugsflächen vorhanden. Die Gefahr eines Backdrafts im Sinne der Rauchgasexplosion ist somit hoch. Der Beitrag beschreibt den aktuellen Wissensstand bezüglich der Anforderungen an natürliche Rauchabzugsflächen in Kellergeschossen und einige besondere Eigenschaften von Kellerbränden anhand von Ergebnissen aus CFD-Simulationen.
(Autoren: Simon Kermann, Roland Koenigsdorff)

Zeitgemäßer Brandschutz in der „Roten Schule“
Im Rahmen der Sanierung einer denkmalgeschützten Schule in Grimma musste ein neuer Fluchtweg geschaffen werden. Dabei standen die Fachplaner vor der Herausforderung, das Erscheinungsbild des Gebäudes zu wahren und gleichzeitig die Anforderungen an den baulichen Brandschutz zu erfüllen.
(Autorin: Claudia El Ahwany)

Mögliche Nachweise für Bauarten
Als Bauart bezeichnet man das Zusammenfügen von Bauprodukten zu baulichen Anlagen oder Teilen von baulichen Anlagen. Allerdings herrscht bei vielen Planern und Errichtern Unsicherheit darüber, welche Nachweisarten für Bauarten möglich sind und wann auf Anwendbarkeitsnachweise verzichtet werden kann. Dieser Beitrag liefert eine systematische Klarstellung.
(Autoren: Manfred Lippe, Knut Czepuck, Holger Mertens und Peter Vogelsang)

Mythen des Brandschutzes

Mythen des Brandschutzes Teil 1: "Brandschutzkonzepte müssen jedes Brandrisiko ausschließen"
Verfasser von Brandschutzkonzepten sehen sich mit immer umfassenderen Anforderungen konfrontiert, die oft deutlich über die Schutzziele der Landesbauordnungen (LBO) hinausgehen. Der Versuch, diese zum Teil widersprüchlichen Anforderungen zu erfüllen, führt nicht selten zu unwirtschaftlichen Lösungen. Die Folge: Häufig resignieren Bauwillige und geben ihre Bauvorhaben auf. In der neuen Serie "Mythen des Brandschutzes" betrachten Ralf Abraham, Willy Dittmar, Matthias Dietrich und weitere Autoren im Wechsel unterschiedliche Aspekte, um vorhandene rechtliche Möglichkeiten und Zuständigkeiten richtig auszulegen, zu interpretieren und Verständnis für die jeweils andere Haltung zu wecken. Dieser Eingangsartikel befasst sich mit dem Mythos "Ausschluss jeden Risikos".
(Autoren: Ralf Abraham, Willy Dittmar, Matthias Dietrich)

Anlagentechnischer Brandschutz

Funktionserhalt: zwischen Sinn und Wahnsinn
Warum noch ein Beitrag zum Thema Funktionserhalt? In der Vergangenheit haben doch schon viele Experten mit Artikeln, Kommentaren und Vorträgen versucht, die damit verbundenen Unzulänglichkeiten zu entwirren. Genau aus diesem Grund. Dieser Beitrag soll keine Patentrezepte oder Generallösungen präsentieren, sondern es wird versucht, den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten.
(Autor: Torsten Pfeiffer)

Gaslöschanlage schützt weltberühmte Schatzkammer
Gerät eine Kulturstätte in Brand, können Exponate innerhalb weniger Minuten den Flammen zum Opfer fallen – und damit auch ein Teil Geschichte. Sekundäre Schäden durch Ruß, Löschmittel oder eine unsachgemäße Evakuierung der Kunstgegenstände tun ihr Übriges. Die Labor Strauss Gruppe hat sich daher auf den Brandschutz in Kultureinrichtungen spezialisiert. Im Stift Klosterneuburg wurde eine stationäre Gaslöschanlage installiert, die im Brandfall auch die ausgestellten Exponate schützen soll.
(Autor: Andreas Kurzweil)

Basiswissen Sprinkleranlagen
Der Begriff "Löschanlagen" stellt den Überbegriff aller Anlagen dar, mit denen Löschmittel (meist Wasser) im oder am Gebäude zu Löschzwecken transportiert werden. Es gibt unterschiedliche Arten von Feuerlöschanlagen. Der Beitrag stellt mit der Beschreibung von Sprinkleranlagen eine davon vor.
(Autor: Lutz Battran)

Organisatorischer Brandschutz

Wann kommt der "Feuerlöscherführerschein"?
Brandschutzhelfer, denen man zutraut, dass sie im Brandfall einen Feuerlöscher einsetzen, sollen gemäß ASR A 2.2 Löschübungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen als Teil der fachkundigen Unterweisung absolvieren. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass alle anderen Personen keinen Feuerlöscher benutzen dürfen? Braucht es dafür einen Eignungsnachweis: den „Feuerlöscherführerschein“?
(Autor: Peter Gundermann)

Recht

Brandschutzanforderungen an Kunststoff- und Reifenlager
Die Kunststofflager-Richtlinie (KLR) soll sicherstellen, dass beim Brand eines Lagers für Sekundärstoffe aus Kunststoff zum einen die Ausbreitung des Feuers verhindert und zum anderen wirksame Löscharbeiten ermöglicht werden. Doch wie steht es um die Anwendbarkeit? Für welche Arten von Kunststoffen gilt die Richtlinie, und was ist durch den Anwendungsbereich nicht abgedeckt?
(Autor: Marc Stolbrink)

Planung

Brandschutzrecht vs. Arbeitsstättenrecht – Teil 2
Die brandschutztechnische Schutzzielbetrachtung ist bei der Beurteilung der Aufschlagrichtung von Notausgangstüren nicht unbedingt erfolgversprechend. Der Beitrag geht u. a. auf die fehlenden Erläuterungen des Arbeitsschutzes ein. Teil 1 erschien im FeuerTrutz Magazin 6.2020.
(Autor: Matthias Dietrich)

Veranstaltungstechnik: neue Materialklassen zur Gefährdungsbeurteilung
Mit der Veröffentlichung des Standards igvw SQP8 „Brandschutz im Dekorationsbau“ der Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW) werden zum ersten Mal Materialklassen der Veranstaltungstechnik in die Vorschriften für Veranstalter aufgenommen. Der Beitrag zeigt, warum diese Klassen notwendig sind und wie sie sich von Baustoffklassen unterscheiden.
(Autor: Stefan Kluge)

Interview: Brandschutzplanung im digitalen Zeitalter
Die Softwarelösung FeuerTrutz Composer unterstützt Brandschutzsachverständige bei der Erstellung von Brandschutzkonzepten. Mithilfe des Tools werden Standardabläufe automatisiert und der Rechercheaufwand wird reduziert. Als fachlichen Partner hat FeuerTrutz Network das Sachverständigenbüro BFT Cognos ins Boot geholt. Im Interview erklärt Dipl.-Ing. Andreas Plum, geschäftsführender Gesellschafter bei BFT Cognos, warum der FeuerTrutz Composer den Job des Brandschutzsachverständigen keinesfalls ersetzt und weshalb die Digitalisierung der Brandschutzplanung unvermeidlich ist.
(Interviewpartner: Dipl.-Ing. Andreas Plum)

Branche & Markt

Interview: "KI wird während des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks eine sehr große Rolle spielen"
Im November 2020 ist an der TU München ein Institut für Künstliche Intelligenz (KI) im Bauwesen in Betrieb gegangen. Das TUM Georg Nemetschek Institute of Artificial Intelligence for the Built World (GNI) forscht und lehrt an der Schnittstelle zwischen maschinellem Lernen und dem Lebenszyklus von Bauwerken. Für die strukturelle und wissenschaftliche Konzeption zeichnete Prof. Dr. Ernst Rank verantwortlich. Im Interview erklärt er, wie KI das Bauen verändert, was das für den Brandschutz bedeutet und warum es das GNI braucht, um diese Entwicklungen zu begleiten.
(Interviewpartner: Prof. Dr. Ernst Rank)

Weitere Inhalte in dieser Ausgabe:  

  • Neu geregelt: Übersicht neuer Normen, Normentwürfe, Richtlinien und Verordnungen
  • Leserbrief zum Beitrag "Flucht- und Rettungswege aus Sicht der Feuerwehr"
  • Verbandsmitteilungen der BFSB und VdBP
  • Produktvorstellungen
  • Neuigkeiten aus der Brandschutzbranche

Vorschau auf Ausgabe 3.2021

Die Ausgabe 3.2021 erscheint am 4. Juni 2021.

In der kommenden Ausgabe geht es u.a. um diese Themen:

Fehlendes Regelwerk zu Blitzschutzanlagen
Bislang sind die Bestimmungen über den Blitzschutz im Gesetzestext weitgehend abstrakt formuliert, um möglichst alle denkbaren Fälle abzudecken. Dennoch wäre ein Regelwerk hilfreich, damit sich die unbestimmten Rechtsbegriffe einfach in konkrete Anforderungen umwandeln ließen. Dieser Beitrag gibt wichtige Hinweise zur Auslegung der vorhandenen Gesetzestexte.

Abstände von Rauchabzügen zu Photovoltaikanlagen
Dachflächen von Industrie- und Gewerbebauten werden universal genutzt: Klima- und Lüftungsanlagen, Dachoberlichter oder RWA-Geräte teilen sich die Fläche z. B. mit Photovoltaikanlagen. Diese werden ertragsorientiert geplant, weshalb die Flächen ökonomisch genutzt werden sollen. Dabei sind einige aus Gründen des Arbeitsschutzes oder der Funktionssicherheit zu beachtende Abstandsregeln zu den Dachoberlichtern und den RWA-Geräten zu berücksichtigen.

Feuerwehrfunk in Gebäuden
Immer wieder werden bei größeren Bauprojekten digitale BOS-Objektfunkanlagen gefordert. Sie dienen der Funkkommunikation der Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste oder der Polizei im Gebäude. Die Anlagen sind Teil des bundesweit einheitlichen, flächendeckenden Behördennetzes und stellen daher hohe Anforderungen an die Planung und Errichtung. Der Beitrag gibt eine Übersicht über den Stand der Technik und geht auf die Aufgaben der Bauherren, Behörden, Planer und Errichter ein.