2021-02 Forschungsprojekt SUVEREN: Brandschutz für E-Fahrzeuge in unterirdischen Bereichen
Aufnahme eines im Rahmen des Forschungsprojektes SUVEREN durchgeführten Brandversuches mit einer Fahrzeugattrappe. (Bild: FOGTEC Brandschutz GmbH)

Forschung

11. February 2021 | Teilen auf:

Forschungsprojekt SUVEREN: Brandschutz für E-Fahrzeuge in unterirdischen Bereichen

Gerät ein E-Auto in Brand, müssen die Flammen schnell erstickt und die Lithium-Batterien umgehend heruntergekühlt werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es, solche Brände frühzeitig zu erkennen und effektiv zu bekämpfen, wenn sich das Fahrzeug in einer Park- oder Tiefgarage befindet? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt SUVEREN.

Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl an E-Fahrzeugen verfolgt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur zivilen Sicherheitsforschung (SIFO) geförderte Projekt SUVEREN das Ziel, die allgemeine Sicherheit in unterirdischen städtischen Verkehrsbereichen wie Park- oder Tiefgaragen zu erhöhen. Als Teil des Konsortiums unterstützt die FOGTEC Brandschutz GmbH das Forschungsprojekt. "Gerade beim Laden erhöht sich das Brandrisiko bei den Lithium-Ionen-Batterien. Das ist besonders in Park- oder Tiefgaragen heikel, weil erhebliche Mengen an toxischen und korrosiven Gasen entstehen", erklärt Lukas Fast, Produkt Manager bei FOGTEC.

Auf Basis der gesammelten SUVEREN-Daten hat das Unternehmen eine Brandschutzlösung für E-Ladestationen in Park- und Tiefgaragen entwickelt. Ein wichtiger Aspekt ist die Brandmeldung. Je nach baulichen Gegebenheiten kommen dafür unterschiedliche Technologien zum Einsatz, bei denen die jeweilige Sensorik Hitze, Gas oder Rauch erkennt. Die frühe Erkennung des Brandes sei enorm wichtig, sagt Lukas Fast. Denn Batteriebrände erreichen eine Temperatur von bis zu 1000 °C. Das Problem: Da Batterien unter dem Auto verbaut sind, gelangt hier kein Löschmittel heran. Darum geht es bei der Brandbekämpfung vor allem um die Kühlung der Umgebung, die Verhinderung einer Brandausbreitung auf benachbarte Fahrzeuge und das Auswaschen von Schadgasen.

FOCTEC setzt dabei auf Hochdruckwassernebel und hat neue Hochdruck-Düsen für Batteriebrände entwickelt. Im Bereich der Ladestationen werden spezielle Düsen installiert, über die sich durch Hochdruckrohre Wassernebel mit rund 60 bar versprühen lässt. "Diese unzähligen Tröpfchen kühlen in der Masse den Brand schnell herunter. Insgesamt wird viel weniger Wasser als beim regulären Löschen verbraucht und ebenso die Belastungen für Mensch und Umgebung reduziert", erklärt Lukas Fast. Die Technik wurde in unabhängigen Versuchen geprüft. Das Brandschutzkonzept eigne sich für Neubauvorhaben, könne aber ebenso in bestehenden Parkgaragen nachgerüstet werden, so Fast.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt SUVEREN (Erhöhung der Sicherheit in unterirdischen städtischen Verkehrsbereichen bei Einsatz neuer Energieträger)
www.suveren-nec.info

Projektumriss SUVEREN (pdf) des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

FOGTEC Brandschutz GmbH
www.fogtec-international.com