Rauchmelder müssen regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Um bei der Überprüfung möglichst schnell und eindeutig zu erkennen, ob es sich um einen Originalrauchmelder handelt und dieser an der richtigen Stelle verbaut ist, kann das neu entwickelte All-in-Label der swiss authentication research and development AG (SARD) am Gerät angebracht werden.
September 2016. Es besteht aus vier wesentlichen Komponenten: Einer speziellen Tiefeneffektfolie, einer individuellen Nummerierung, einer Markierung mit der fälschungssicheren SARD-Substanz sowie einem Near Frequence Chip (NFC). Damit kann der Wartungstechniker nicht nur feststellen, wann die letzte Überprüfung stattgefunden hat, sondern auch neue Informationen abspeichern. Das Label ist vielseitig einsetzbar; der enthaltene NFC lässt sich beispielsweise auch mit vielen herkömmlichen Smartphones auslesen. So kann der Nutzer über einen hinterlegten Link automatisch zu einer Website weitergeleitet werden, was auch die Einbindung verschiedenster Marketing-Maßnahmen erlaubt.
Zur Tiefeneffektfolie erklärt Dieter Ebert, CTO bei SARD: "Mit dieser Folie sind bis zu fünf unterschiedliche Ebenen gleichzeitig darstellbar. So kann ein geübter Betrachter, der mit dem Original vertraut ist, bei einer Fälschung schon im ersten Schritt mit dem bloßen Auge die Unterschiede erkennen."
Individuell beschreibbarer NFC
Zudem wird die lanthanoid-basierte SARD-Sicherheitssubstanz in das Label eingebracht, die aufgrund eines hochkovalenten und dotierten Kristallgitters laut Hersteller vollkommen fälschungssicher ist. Sie verfügt über eine einzigartige, maßgeschneiderte Zusammensetzung mit individuellen Emissionsspektren und kann nur mit einem eigens für diese Anwendung entwickelten Laser-Messgerät detektiert und dechiffriert werden. Die Echtheit eines Produkts lässt sich somit sicher verifizieren. Desweiteren lässt sich jedes einzelne Warenteil auch durch eine fortlaufende Nummerierung auf dem Label identifizieren, wenn diese Nummern in einer Datenbank gespeichert sind. Auch feste Codes können vergeben werden, ähnlich wie bei einer IBAN-Nummer: Diese setzen sich beispielsweise aus einer Länderkennung – für Verkaufsdestination oder Herkunftsland –, einer Kunden- oder Fabriknummer, einer Produktnummer sowie den Daten für Herstellungsmonat und -jahr zusammen. "Dadurch, dass die Ziffern und Buchstaben frei wählbar sind, hat der Kunde hier nahezu unendlich viele Möglichkeiten", so Ebert. "Die Codes können entweder direkt bei der Produktion aufgebracht werden – was bei fortlaufenden Nummern empfehlenswert ist – oder individuell vom Kunden selbst, kurz vor dem Anbringen des Labels auf dem Produkt."
Die vierte wesentliche Komponente ist der NFC, der individuell beschreibbar ist und so vielfache Nutzungsmöglichkeiten bietet: Er kann zum einen für die Speicherung von individuellen Informationen wie Seriennummern, Betriebsanleitungen oder aktuellen Serviceinformationen genutzt werden. Da sich diese Daten immer wieder ändern lassen, eignet er sich für unterschiedlichste Anwendungen im Bereich von Wartungsarbeiten oder Servicedienstleistungen. Zum anderen lässt sich beispielsweise ein fester Link hinterlegen, der dann mit einem Smartphone ausgelesen wird und den Benutzer automatisch zu einer Website weiterleitet. Auf dieser Seite können zum Beispiel Notfallnummern, richtige Verhaltensweisen im Notfall und andere Sofortmaßnahmen aufgeführt sein. "Aber auch eine Nutzung zu Marketingzwecken ist möglich", erklärt Ebert. "Beispielsweise kann man so auf Neuerscheinungen hinweisen oder eine direkte Bestellmöglichkeit anbieten."

Wartung durch spezielles Handgerät
Grundsätzlich ist der Chip laut Hersteller von jedem NFC-fähigen Smartphone und damit von mittlerweile fast allen Handys auslesbar. Eine spezielle App muss dafür nicht heruntergeladen werden, gängige Smartphones verfügen ab Werk über diese Funktion, die lediglich bei den Einstellungen frei gegeben werden muss. "Wenn das erfolgt ist, legt man das Handy mit dem Rücken auf den NFC und das Handy baut automatisch eine Verbindung zum Chip auf", so der CTO. Zudem gibt es auf dem Markt verschiedene Geräte, mit denen man NFC problemlos auslesen kann und weitere Geräte, die zusätzlich die Möglichkeit bieten, den Chip erneut zu beschriften. Um das Dechiffrieren der SARD-Substanz und das Auslesen sowie kryptographische Neuprogrammieren des NFC noch einfacher zu machen, hat SARD jedoch eigens ein neues Handgerät entwickelt, das diese Funktionen verbindet: "Dabei handelt es sich um eine Abwandlung des bisherigen Detektors für die SARD-Substanz", erläutert Ebert. "Vorne, im Bereich des Lesekopfs, haben wir eine 13,6 MHz-NFC-Antenne eingebaut, mit deren Hilfe sich das Gerät automatisch mit dem Chip verbindet und kommuniziert."
Für die Hersteller von Rauchmeldern beispielsweise soll das All-in-Label mit fortlaufender Nummer, Tiefeneffektfolie, SARD-Markierung und NFC eine Reihe von Vorteilen bei der Wartung bieten: Vor dem Anbringen des Labels muss dafür zunächst der individuelle Code des Produkts in einer Datei gespeichert und einem Gebäude, Raum oder Kunden exakt zugeordnet werden. Dann kann der Chip mit den gewünschten Informationen – zum Beispiel Kundenname, Installationszeitpunkt, genaues Datum der letzten sowie der nächsten Inspektion – bespielt werden. Bei der nächstfälligen Wartung überprüft der zuständige Techniker mit dem 2-in-1-Handgerät im ersten Schritt die SARD-Markierung und verifiziert auf diese Weise, ob es sich um einen Originalrauchmelder des entsprechenden Herstellers handelt. Im zweiten Schritt liest er die im NFC gespeicherten Daten aus. "Dabei kann er überprüfen, ob sich der Rauchmelder am richtigen Ort befindet oder ob er eigentlich in einem völlig anderen Gebäude verbaut sein sollte", erklärt Ebert. "Außerdem lässt sich feststellen, wann die letzte Überprüfung stattgefunden hat und ob man noch im vorgegebenen Zeitraum liegt." Im dritten Schritt hinterlegt der Servicemitarbeiter mit dem Gerät neue Informationen auf den Chip, zum Beispiel das Kontrollergebnis und den nächsten Wartungstermin.
Individuelle Anpassungen problemlos möglich
Die einzelnen Komponenten des All-in-Labels können jederzeit nach Kundenwunsch individuell verändert werden. So lässt sich beispielsweise die Tiefeneffektfolie durch eine ganz normale Folie ersetzen und bei der SARD-Markierung sind drei unterschiedliche Sicherheitslevels einstellbar. Auch kann ein bestimmter Label-Typus gewählt werden, zum Beispiel sogenannte VOID-Etiketten, temperaturbeständige oder selbstzerstörende Modelle, die sich nicht abtragen und auf ein anderes Produkt wieder aufkleben lassen.
Zudem kann die Form und Größe des Labels verändert werden: "Wir haben beispielsweise ein Label mit SARD-Markierung und NFC konzipiert, das rechteckig ist", so Ebert. "Dabei handelt es sich um einen weißen Aufkleber, auf dem zusätzlich noch der Firmenname des Kunden angebracht ist." Durch die spezielle "Raumaufteilung" auf dem Label verbleibt noch genügend Platz für die eigenen Codes des Kunden, die aufgrund der gesetzlichen Vorgaben in dessen Branche tagesgenau auf die Produkte aufgebracht werden müssen. Auch der NFC wird den Richtlinien entsprechend maschinell jeweils tagesaktuell mit individuellen Informationen beschrieben.
Die swiss authentication research and development AG mit Hauptsitz in der Schweiz ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das sich auf den Produkt- und Dokumentenschutz spezialisiert hat.
swiss authentication research and development AG
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