2016-01 Arbeitsgruppe Experimenteller Baulicher Brandschutz gegründet
An der Technischen Universität Kaiserslautern wurde die Arbeitsgruppe Experimenteller Baulicher Brandschutz (EBB) gegründet. (Bild: TU Kaiserslautern)

Forschung 2016-01-25T00:00:00Z Arbeitsgruppe Experimenteller Baulicher Brandschutz gegründet

Zum Jahresende 2015 wurde an der Technischen Universität Kaiserslautern die Arbeitsgruppe Experimenteller Baulicher Brandschutz (EBB) gegründet. Sie fügt sich aus den Fachgebieten Massivbau und Baukonstruktion sowie Baulicher Brandschutz zusammen, wodurch die Vorteile beider Disziplinen miteinander kombiniert werden können.

Januar 2016. Insgesamt findet dadurch laut TU Kaiserslautern eine Ergänzung statt, die einen gesamtheitlichen Blick auf den Brandschutz ermöglicht. Sowohl statisch-konstruktive als auch konzeptionelle Belange des Brandschutzes werden berücksichtigt und fließen in die Arbeit ein. Auf Grund dessen können Fragestellungen in einem grundlegenden und überfassenden Zusammenhang erfasst, beschrieben und bewertet werden. Als Resultat sollen sich daraus einerseits Möglichkeiten ergeben, Grundlagenforschung zu betreiben und diese andererseits mit einem hohen Praxisbezug und konkreten Umsetzungsvorhaben zu verknüpfen. Solche brandschutztechnisch ingenieurmäßigen Betrachtungen können durch die Einbeziehung von Risikobetrachtungen und Gefahrenanalysen auch für reale Anwendungsfälle dargestellt werden.

Um diese Arbeit zu ermöglichen, arbeitet die EBB eng mit dem Materialprüfamt der TU Kaiserslautern zusammen. Dadurch soll zum einen auf weitere Expertise und umfangreiche Prüferfahrung zurückgegriffen werden können und zum anderen die Nutzung der DFG-geförderten Brandöfen erfolgen. Es sind zwei Brandöfen in verschiedenen Größen vorhanden, in denen Versuche mit Bauteilen und Baustoffen durchgeführt werden. Der große Ofen bietet Platz für Versuchsaufbauten von ca. 3,0 x 3,0 x 3,0 m. Im kleinen Ofen sind Versuchskörper mit Größen bis ca. 0,5 x 0,5 x 1,0 m zu beproben. Um diese praktisch Erkenntnisse mit theoriebasierten Annahmen vergleichen zu können, besteht zusätzlich die Möglichkeit brandschutztechnische Simulationen verschiedenster Einbausituationen und Varianten durchzuführen. Somit sollen alle Teilbereiche des Brandschutzes berücksichtigt werden können.
Bisher wurden verschiedenste Bauprodukte brandschutztechnisch untersucht. Besondere Erfahrungswerte liegen in den Bereichen Befestigungstechnik, thermische und schalltechnische Entkopplung, neue Beton- und Elementbauweisen und Bestandsuntersuchungen vor. Weitere Vorhaben zum Ausbau und der Vertiefung zusammen mit Industriepartnern folgen. Dabei werden sowohl grundlegende als auch anwendungsorientierte Fragestellungen erforscht.
Grundsätzlich ist die Arbeitsgruppe EBB auf eine langfristige Aktivität im Bereich Brandschutz aufgestellt. Die Aufgaben werden strategisch ausgebaut und der Arbeitsbereich kontinuierlich erweitert. Daher besteht Bedarf für neue Mitarbeiter, die brandschutztechnische Grundkenntnisse besitzen und anwendungsorientierte Forschung durchführen möchten.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe Experimenteller Baulicher Brandschutz (EBB) gibt es unter www.uni-kl.de/ebb .

Technische Universität Kaiserslautern
www.uni-kl.de

Arbeitsgruppe Experimenteller Baulicher Brandschutz (EBB)
www.uni-kl.de/ebb

zuletzt editiert am 27. April 2021
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