Abakus in Nahaufnahme
Die Bewertung des abgelaufenen Jahres 2015 fällt in der Leserumfrage des FeuerTrutz Magazins noch positiver aus als die Beurteilung im Vorjahr für 2014. (Quelle: Skitterphoto auf Pixabay)

Branche | Markt 2016-01-27T00:00:00Z FeuerTrutz-Konjunkturbarometer 2015/2016: Optimistischer Ausblick

Die Brandschutzbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wie bereits in den vergangenen Jahren führte das FeuerTrutz Magazin unter seinen Lesern eine Umfrage durch: Die Befragten erwarten in diesem Jahr eine weitere Steigerung. Das FeuerTrutz-Konjunkturbarometer 2015/2016 liefert die Details.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat in seinem Wochenbericht Nr. 49 vom November 2015 die konjunkturelle Entwicklung der Baubranche analysiert und stellte eine Prognose für 2016 auf: „Die Bauwirtschaft war in den vergangenen Jahren eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft. Dazu hat vor allem der Wohnungsneubau beigetragen: Zwischen 2010 und 2014 ist das nominale Neubauvolumen um mehr als 60 Prozent gestiegen. Weniger dynamisch entwickelten sich die Baumaßnahmen an vorhandenen Wohngebäuden – diese legten zwischen 2010 und 2014 um knapp zehn Prozent zu. Ein wesentlicher Grund dafür ist das rückläufige Investitionsvolumen bei der energetischen Wohngebäudesanierung. Im laufenden Jahr dürfte sich die Bauwirtschaft insgesamt ähnlich entwickelt haben.

Auch im kommenden Jahr wird die Bautätigkeit die Konjunktur in Deutschland anschieben. Neben dem Wohnungsbau sind Impulse vom Wirtschaftsbau und kräftige Steigerungen des Bauvolumens der öffentlichen Hand zu erwarten, nicht zuletzt infolge des starken Zuzugs von Flüchtlingen. Allmählich bemerkbar machen dürfte sich auch das Vorhaben des Bundes, mehr Geld in die Verkehrswege und kommunale Infrastruktur zu investieren.“ Diese positiven Aussagen des DIW betreffen die Baubranche generell. Doch wie sieht es im vorbeugenden Brandschutz aus?

Öffentlicher Bau steigt deutlich

Das DIW sieht positive Impulse für die Bautätigkeit durch die Herrichtung bestehender Gebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen. In seinem Bericht bewertet es die Aussichten im öffentlichen Bau positiv: „Nach einem schwachen Jahr 2015 im öffentlichen Bau […] dürfte die Dynamik im kommenden Jahr recht kräftig ausfallen. Stützend werden sich die zusätzlichen Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds auswirken. Weitere Mittel für den Ausbau der Infrastruktur sind bereits zugesagt. […] Alles in allem wird das Volumen des öffentlichen Baus im Jahr 2016 voraussichtlich um preisbereinigt gut 2,8 Prozent steigen.“ Geringes Wachstum im Wirtschaftsbau Industrieunternehmen sind die wichtigsten Auftraggeber für den vorbeugenden Brandschutz. Das DIW erwartet in diesem Bereich eine geringe Steigerung: „Im Wirtschaftsbau ist insgesamt von einer wesentlich geringeren Dynamik auszugehen. Derzeit sind nur die Genehmigungen der Handels- und Lagergebäude im Trend aufwärts gerichtet. Sowohl bei den Fabrik- und Werkstattgebäuden, als auch bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden ist bereits seit längerer Zeit ein Abwärtstrend zu beobachten – und der zyklische Tiefpunkt ist noch nicht erreicht. Dieser Trend entspricht dem weit verbreiteten konjunkturellen Bild eines vor allem durch den Konsum getriebenen Aufschwungs. […] Vor diesem Hintergrund rechnet das DIW Berlin mit einer moderaten Ausweitung des Volumens im Bereich des Wirtschaftsbaus um real ein Prozent.“

Brandmeldetechnik wächst stark

Bereits im August 2015 veröffentlichte der Fachverband Sicherheit im ZVEI seine Konjunkturprognose. Demzufolge stieg der Umsatz im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % auf knapp 3,3 Mrd. €. Brandmeldesysteme sind mit einem Anteil von über 46 % weiterhin der größte Teilmarkt in der Sicherheitstechnik. Sie legten 2014 um 11,5 % zu. Die Sprachalarmanlagen steigerten ihren Umsatz um über 11,1 %. Das Segment „Rauch- und Wärmeabzugsanlagen“ legte 2014 um 4,4 % auf knapp 260 Mio. € zu.

Konjunktur-Belebung im Sicherheitsmarkt

Die Facherrichter für Sicherungstechnik zeigen sich mit der derzeitigen Geschäftslage in Deutschland sehr zufrieden. In der aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. erhielten fast alle Kategorien Best-Noten. Die Zahlen bestätigen somit die kürzlich veröffentlichte Umsatzprognose für 2015. Deutlich verbessert hat sich auch die Geschäftslage in der Brandmeldetechnik (Index 2,09). An der derzeit mit einem Index von 1,83 sehr positiv bewerteten Geschäftslage ist maßgeblich auch der Gewerbebereich beteiligt. Mit einem Wert von 1,92 liegt dieser deutlich vor den behördlichen Nachfragern (2,60).
Die Fachfirmen erwarten auch für die nächsten Monate eine sehr zufriedenstellende Geschäftslage (1,99). 56 % der befragten Errichter haben deshalb Bedarf an neuen Mitarbeitern. Die Suche nach Personal wird allerdings durch den Mangel an qualifizierten Fachkräften im Sicherheitsmarkt erschwert.

Ergebnisse der Online-Umfrage

Wie bereits in den vergangenen Jahren führte das FeuerTrutz Magazin eine Umfrage unter mehr als 12.500 Lesern durch. Zusammen mit dem Markforschungsinstitut B+L Marktdaten wurde mit einem umfangreichen Fragenkatalog ein Stimmungsbild der Branche ermittelt, das in der Studie "Brandschutz Insights 2016" zusammengefasst wird.

Daraus vorab einige ausgewählte Ergebnisse: Insgesamt beurteilen die befragten Betriebe das Jahr 2015 rückblickend sehr positiv. Dies gilt sowohl für private, gewerbliche als auch öffentliche Kunden.

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Besonders gut wird das Jahr im gewerblichen Bereich beurteilt, hier geben 68,7 % der Befragten an, dass sich das Geschäft besser oder sogar viel besser entwickelt hat als in 2014. Auch bei öffentlichen Auftraggebern äußern sich die Befragten positiver als in der Prognose.

2016-01 FeuerTRUTZ Magazin 1-2016 Brandschutzbranche Optimistischer Ausblick

Bei dem Ausblick auf 2016 ist großer Optimismus zu erkennen. Die Stimmung ist noch positiver als im Vorjahr. Offenbar gehen die Befragten davon aus, dass das hohe Niveau von 2015 in vollem Umfang gehalten werden kann. Tendenziell sind die befragten Betreiber eher etwas optimistischer gestimmt als die Planer. Dies zieht sich durch alle Kundensegmente.

Der Artikel ist in Ausgabe 1.2016 des FeuerTrutz Magazins (Januar 2016) erschienen.
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zuletzt editiert am 22. April 2022
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