Brandschutzabschnitte in Werkshallen sichern, ohne die Logistik zu behindern, so lautet die Aufgabenstellung für Feuerschutz-Schiebetore. Beim Schließen – ob durch eine Brandmeldeanlage automatisch oder manuell per Taster ausgelöst – besteht allerdings die Gefahr, dass Personen oder Güter von den teils tonnenschweren Schiebetoren eingeklemmt werden. Gegen dieses Verletzungspotenzial hat Novoferm eine Lösung entwickelt: Eine für T30- und T90-Tore der Baureihe „SKE“ entwickelte Bremse, die bei Kontakt das Tor unmittelbar stoppt und so vor Klemmungen und Quetschungen schützen soll.
März 2013. Um Brandschutzabschnitte in Fabrikationshallen gemäß DIN 4102 sicherzustellen und gleichzeitig Durchfahrten für den ungehinderten Materialfluss herzustellen, werden üblicherweise Feuerschutz-Schiebetore mit Feststellanlage eingesetzt. Ein Magnet hält dabei das Tor geöffnet. Bricht ein Feuer aus, schaltet beispielsweise ein Rauchmelder den Feststellmagneten spannungsfrei und das Tor läuft, gezogen von einem Gegengewicht, automatisch zu. Das gleiche Funktionsprinzip gilt bei der manuellen Auslösung über einen Taster, wenn das Tor bei Arbeitsende geschlossen werden soll. Das Gefährdungspotenzial, beim automatischen Zufahren Menschen oder Waren einzuklemmen, ist sehr hoch. Denn einflügelige Tore können durchaus lichte Durchgangsbreiten bis 8500 mm und Durchgangshöhen bis 6000 mm verschließen und daher bis zu drei Tonnen s chwer sein.
In den einschlägigen Normen für den sicheren Betrieb von Toren werden zwar maximale Schließkräfte für kraftbetätigte Toranlagen (gemäß DIN EN 12453) und auch Maßnahmen gegen Quetschungen bei mechanisch betriebenen Toren (gemäß DIN EN 12604) vorgeschrieben. Doch für die Situation schließender Feuerschutz-Schiebetore gelten die Vorgaben nicht. Mit der Entwicklung einer Bremse, die ein zulaufendes Tor bei Kontakt sofort stoppt, hat Novoferm nach eigenen Angaben daher die Anerkannten Regeln der Technik hierzu erweitert. Die Schließkräfte liegen durch die kurze Reaktionszeit der Auflaufbremse unter den Grenzwerten der DIN EN 12453.
An der Hauptschließkante des Feuerschutz-Schiebetors ist eine Leiste angebracht, die bei Kontakt mit einem Widerstand das Tor sofort stoppt. Die Bremse funktioniert wie eine Auflaufbremse rein mechanisch. Sobald sich das Hindernis nicht mehr im Schließbereich aufhält, fährt das Tor weiter zu und stellt so den Feuerschutzabschluss her. Da die Sicherheitsbremse ohne elektrische Komponenten arbeitet, ist sie auch bei Stromausfall wirksam. Außerdem fallen laut Hersteller keine zusätzlichen, kostenpflichtigen Prüfungen an.
Diese neue Sicherheitsausstattung der „SKE-Schiebetore“ ist auch kombinierbar mit der Novoferm-Freilauffunktion. Die Freilauffunktion entkoppelt im Normalbetrieb das Torgegengewicht, sodass eine Betätigung von Hand möglich ist. Darüber hinaus sind beliebige Zwischenstellungen möglich. Im Brandfall wird das Gegengewicht automatisch wieder eingekoppelt, und das Tor schließt selbsttätig aus jeder Stellung.
Sowohl Freilauffunktion als auch die neue Sicherheitsbremsleiste können bei den meisten Novoferm „SKE-Schiebetoren“ nachgerüstet werden. Einflügelige T30- oder T90-Feuerschutz-Schiebetore liefert Novoferm standardmäßig für lichte Durchgangsmaße von 1000 x 2000 mm bis 8500 x 6000 mm, zweiflügelige Tore für Durchgänge in den Maßen 2000 x 2000 bis 8500 x 6000 mm – optional auch rauchdicht nach DIN 18095. Die standardisierten „SKE-Schiebetore“ sind vom DIBt bauaufsichtlich zugelassen. Abhängig von einer konkreten Einzelfallabstimmung liefert Novoferm auch Sonderanfertigungen.
Novoferm Vertriebs GmbH
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