FeuerTrutz Magazin Ausgabe 6.2019

Die Ausgabe 6.2019 des FeuerTrutz Magazins ist am 20. November 2019 erschienen. Die Themen in dieser Ausgabe: Brandschutzkonzept: Schule in Holzbauweise / Betreiben von Löschanlagen / Brandgefährlich? Lithiumenergiespeicher im Haushalt / Marktübersicht Fachplaner- und Sachverständigen-Ausbildung.

FeuerTrutz Magazin 6-2019
(Coverfoto: Werner Huthmacher, Berlin)

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Ausgabe 6.2019 als Leseprobe

Zusammen mit Ausgabe 6.2019 ist das FeuerTrutz Spezial "Entrauchung und Evakuierung" erschienen. Abonnenten des FeuerTrutz Magazins erhalten eine Ausgabe des FeuerTrutz Spezials kostenlos im Rahmen ihres Abonnements.
Das FeuerTrutz Spezial bündelt vertiefende Beiträge zur Planung und Umsetzung von Entrauchungsmaßnahmen sowie zu Aspekten der Evakuierung im Brandfall und gibt einen Überblick zu neuen Entwicklungen und Trends im vorbeugenden Brandschutz.

Aus dem Inhalt der Ausgabe 6.2019

Brennpunkt

10. FeuerTrutz Brandschutzkongress
Erstmals im Juni statt wie bisher im Februar kommt im nächsten Jahr die deutsche und internationale Brandschutzbranche zum 10. FeuerTrutz Brandschutzkongress in Nürnberg zusammen. Parallel zur FeuerTrutz Fachmesse, der größten Fachausstellung zum vorbeugenden Brandschutz in Europa, werden in dem zweitägigen Kongress 40 renommierte und neutrale Fachexperten zu den wichtigsten aktuellen Fragen des vorbeugenden Brandschutzes Stellung nehmen. Austauschmöglichkeiten für die Teilnehmer und ein vielfältiges Rahmenprogramm machen die FeuerTrutz 2020 zu einem Branchenhighlight im Jahreskalender. Die Anmeldung zum Brandschutzkongress ist ab sofort unter www.brandschutzkongress.de möglich.

Konzept

Moderner Schulneubau in Holzbauweise
Neue Schulen braucht das Land. Nachdem dieser Bautyp noch vor 10 Jahren vom Aussterben bedroht schien, zwingen steigende Geburtenraten, Zuwanderung und damit steigende Schülerzahlen Städte und Gemeinden zum Umdenken. Von Flensburg bis Passau werden wieder Schulen gebaut. Neue Schulen brauchen aber auch neue pädagogische und brandschutztechnische Konzepte.
(Autor: Reinhard Eberl-Pacan)

Baulicher Brandschutz

Die allgemeine Bauartgenehmigung
Die vollzogene Novellierung des Baurechtssystems dient insbesondere dazu, fortan mit einer steigenden Anzahl europäisch-harmonisierter Bauprodukte umgehen zu können. Der entscheidende Kunstgriff dieser Systemumstellung ist neben der Formulierung von bauwerksbezogenen Anforderungen die stärkere Nutzung von Anwendungsregelungen. Hierzu rückt das bewährte Konzept der Bauartregelung weiter in den Fokus und wird nicht nur klarer abgegrenzt, sondern fortan auch genutzt, um Einbaubedingungen harmonisierter Bauprodukte zu konkretisieren. In diesem Zusammenhang wurde ein neuer Nachweistyp, die allgemeine Bauartgenehmigung (aBG), geschaffen.
(Autor: Patrick Gerhold)

Studentenwohnheim in Holzmodulbauweise
Der Neubau eines Studentenwohnheims in Göttingen mit 264 Wohneinheiten zeigt ausgesprochen plastisch, wie im Holzbau baulicher Brandschutz nicht nur regelkonform, sondern auch wirtschaftlich und funktional umgesetzt werden kann.
(Autoren: Hans-Jörg Scherbening und Markus Berger)

Brandschutz im Kulturzentrum
Das Multikulturelle Centrum in Templin wurde vor seiner Wiedereröffnung grundlegend saniert. Dieser Beitrag erläutert die brandschutztechnischen Neuerungen des Gebäudes.
(Autor: Dipl-Ing. Jens Möller)

Reaktive Brandschutzbeschichtungen
Unter reaktiven Brandschutzbeschichtungen werden Beschichtungen verstanden, die bei Temperatureinwirkung reagieren und dann eine schaumartige Schutzschicht bilden. Je nach Schichtdicke und Untergrund können so unterschiedliche Feuerwiderstandsdauern realisiert werden. Da die Produkte, z.B. auf Stahl, mit einer Grundierung und einem Decklack kombiniert werden, spricht man auch von „reaktiven Brandschutzsystemen“, da die brandschutztechnische Schutzwirkung nur in dem System nachgewiesen wurde.
(Autor: Thorsten Mittmann)

Brandschutz im Luftkissen-U-Bahntunnel
Winterzeit ist Skizeit – so zumindest ist es in der österreichischen Gemeinde Serfaus. Damit die Skiläufer schnell und sicher zu den nahegelegenen Seilbahnen oder Skiliften gelangen, verbindet eine auf Luftkissen schwebende U-Bahn den örtlichen Parkplatz mit den Pisten. Nach einer Modernisierungsphase, in der u.a. eine brandschutztechnische Kapselung elektrischer Leitungen erfolgte, eröffnete die U-Bahn im Juli 2019.
(Autor: Michael Wech)

Anlagentechnischer Brandschutz

Brandbekämpfung mit geräteintegriertem Brandschutz
In der Liste der häufigsten Brandursachen rangieren Elektrogeräte weit oben. Eine Möglichkeit solche Brände ganz früh einzudämmen ist der geräteintegrierte Brandschutz. Dies sind kleine Feuerlöschsysteme, die direkt in die elektrischen Anlagen – vom Schaltschrank bis hin zum Haushaltsgerät – eingebaut werden können, und somit am Ort der Brandentstehung wirken.
(Autor: Jörg-Uwe Strauß)

Sprache rettet Leben
Bei der Selbstrettung bringen sich Menschen, die über Sprachdurchsagen geleitet werden, schneller in Sicherheit. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass rechtliche Normen neben den technischen auch die akustischen Vorgaben regeln. Der Beitrag erläutert aktuelle Normen und nennt darüber hinaus weitere Neuerungen im Bereich der elektroakustischen Anlagen.
(Autor: Thomas Tott)

Organisatorischer Brandschutz

Personen- und Sachwertschutz durch Feuerlöscheinrichtungen
Gefährdungen, die die Gesundheit oder gar das Leben der Beschäftigten bedrohen könnten, müssen ausgeschlossen oder durch geeignete Maßnahmen soweit wie möglich reduziert werden (§ 4 ArbSchG). Obwohl für Fertigungsprozesse, Maschinen und technische Einrichtungen eine Vielzahl von Vorschriften und technischen Regeln gilt, wissen wir, dass es keine 100%ige Sicherheit gibt. So entstehen regelmäßig Brände, die zur Gefahr für Beschäftigte werden und Sachschäden verursachen können.
(Autor: Peter Gundermann)

Recht

Unzulässigkeit einer Brandwand mit brennbarer Wärmedämmung
Anmerkung zum Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof vom 27.08.2019 – 15 ZB 19.428, juris.
(Autor: Stefan Koch)

Planung

Lithiumenergiespeicher für die Haushaltsnutzung
Durch die Energiewende beschleunigt wird der Bedarf zur Speicherung elektrischer Energien größer. Hierbei spielen Lithiumenergiespeicher aufgrund ihrer hohen Energiedichte eine große Rolle. Diese Technologie wird zunehmend auch für Speicher in der Haushaltsnutzung verwendet. Die daraus resultierenden Anforderungen und Problemstellungen aus der Sicht des präventiven Brandschutzes werden in diesem Beitrag u.a. auf der Grundlage der Musterbauordnung betrachtet.
(Autor: Jörg Rühle)

Beruf

Qualifizierte Aus- und Weiterbildung im Brandschutz
Die Brandschutzbranche ist stetig im Wandel, u.a. werden Richtlinien, Normen und Verordnungen im vorbeugenden Brandschutz auf neue technische Entwicklungen angepasst. Für verantwortliche Fachplaner, Sachverständige und Prüfingenieure im vorbeugenden Brandschutz ist somit eine kontinuierliche Weiterbildung unabdingbar. Die in der Tabelle aufgeführten Kurse bieten insbesondere Architekten, Bauingenieuren und Behördenvertretern Möglichkeiten, neue berufliche Qualifikationen zu erwerben.

Weitere Inhalte in dieser Ausgabe: 

  • Neu geregelt: Übersicht neuer Normen, Normentwürfe, Richtlinien und Verordnungen
  • Leserbrief zu Artikeln aus FeuerTrutz Magazin 4.2019
  • Verbandsmitteilungen der BFSB und VdBP
  • Produktvorstellungen
  • Neuigkeiten aus der Brandschutzbranche

Vorschau auf Ausgabe 1.2020

Die Ausgabe 1.2020 erscheint am 5. Februar 2020.

In der kommenden Ausgabe geht es u.a. um diese Themen:

Hintergründe zum Nachweis des Glimmverhaltens
Das Glimmverhalten von Faserdämmstoffen ist eines der prominenten Themen rund um die Reform des Bauproduktenrechtes. Inzwischen existiert ein europäisches Prüfverfahren, mit dem der Nachweis geführt werden kann, dass ein Bauprodukt nicht glimmt. Der Beitrag erläutert die Hintergründe des Glimmnachweises, das europäische Verfahren, die voraussichtliche zukünftige Entwicklung und die Folgen für die Planer und Verwender der Bauprodukte.

BIM und Brandschutz
Viele reden derzeit von der Digitalisierung in der Bauindustrie und Einführung von Building Information Modeling. Hier schildert ein unabhängiger BIM-Experte, was eigentlich dran ist an dem Thema und was es für die Protagonisten im vorbeugenden Brandschutz konkret bedeutet.

Videoinspektion von Brandschutzklappen
Brandschutzklappen müssen für die mindestens jährliche Funktionsprüfung frei zugänglich eingebaut sein. Oft ist aber der Einbauort von Brandschutzklappen schwer zu erreichen oder spätere Installationen sind im Weg. Um aufwendige Demontagearbeiten zu vermeiden, ist auch die Videoinspektion mit Kameras möglich. Durch den dadurch möglichen Blick ins Innere lässt sich zudem bewerten, ob asbestbelastete Brandschutzklappen auszutauschen sind.