Um Brände so früh wie möglich zu erkennen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt TEBRAS (Techniken zur Branderkennung, Bekämpfung und Selbstrettung in der frühesten Brandphase) gefördert. Zu den Projektpartnern gehört die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb).
November 2016. Die vfdb erläutert in einer Pressemitteilung die Motivation und Ziele des Forschungsprojektes TEBRAS: Brände in Haushalten entwickeln sich nach den Erfahrungen der Feuerwehren heutzutage deutlich schneller als noch vor Jahren. Grund ist unter anderem ein höherer Anteil von Kunststoffen und elektrischen Geräten in den Wohnungen. Um Brände so früh wie möglich zu erkennen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt TEBRAS (Techniken zur Branderkennung, Bekämpfung und Selbstrettung in der frühesten Brandphase) gefördert.
Herkömmliche Brandmelder, die auf Rauch oder Feuer reagieren, lösen einen Alarm vergleichsweise spät aus. Deshalb soll nach Grundlagen für die Entwicklung neuartiger Brandmelder gesucht werden, die früher und sicherer alarmieren. Im Vorhaben TEBRAS werden deshalb Brände in ihrer frühesten Entstehungsphase eingehend untersucht. Mit moderner Messtechnik werden die charakteristischen Eigenschaften von Bränden analysiert. Zusätzlich wird in dem Projekt erforscht, inwiefern einfach zu handhabende Löschsprays einen Beitrag zur frühen Selbsthilfe leisten können.
Sollte eine Brandfrüherkennung gelingen, so wird im Zusammenwirken mit einer frühen Selbsthilfe durch Löschsprays eine effektive Bekämpfung von Entstehungsbränden ermöglicht. Dies minimiert Brandschäden und führt zu einer Entlastung der Feuerwehren.
Das Projekt mit Beginn am 15.10.2016 ist über einen Zeitraum von drei Jahren angelegt. Beteiligt sind neben der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, die Siemens AG, Hekatron Vertriebs GmbH und Minimax GmbH. Assoziierte Partner sind der Werkfeuerwehrverband Deutschland und der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie. Verbundkoordinator ist Prof. D. Ulrich Krause von der Universität Magdeburg.
Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb)
www.vfdb.de
Siehe auch:
Projektumriss „Techniken zur Branderkennung, Bekämpfung und Selbstrettung in der frühesten Brandphase (TEBRAS)“ auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
