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Projekt für den Schweizer Uhrenhersteller Swatch nach dem Entwurf des japanischen Architekt Shigeru Ban (Modellfoto: Swatch Group)

Branche | Markt 2014-02-13T00:00:00Z Holzbau-Forum – Holz kann Brandschutz

Eine zunehmende Auseinandersetzung mit dem Brandschutz im Holzbau wurde auf dem 19. Internationalen Holzbau-Forum (IHF) vom 4. bis 6. Dezember 2013 in Garmisch-Partenkirchen deutlich.

Februar 2014. Die Referenten, unter ihnen Architekten, Holzbauingenieure, Energieberater und Hersteller, zeigten unter dem Motto „aus der Praxis- für die Praxis“ viele gangbare Lösungen und Alternativen für mehrgeschossige Gebäude und Sonderbauten aus Holz. Insbesondere aktuelle Ergebnisse von Forschungen und Versuchen zum Brandschutz für Holzbauten aus Österreich und der Schweiz konnt en überzeugen.

„Neue Kontakte knüpfen, alte Kontakte pflegen, Anregungen zu neuen Baustoffen oder zu neuen Verbindungsmitteln erhalten“ waren Zielvorstellungen, die etwa 1.200 Teilnehmer aus ganz Europa nach Garmisch-Partenkirchen lockten.
Nach Empfang und Begrüßung der Teilnehmer bildete der engagierte Vortrag von Eckhard Feddersen, Architekt aus Berlin, den Auftakt der Vortragsveranstaltung. Er betonte dabei besonders das Recht Pflegebedürftiger auf eine schöne Umgebung, die Wechselwirkung zwischen Ästhetik und Glück und warum altersgerechtes Bauen auch für junge Menschen gut ist.
Höhepunkt des Kongresses war der leidenschaftliche Vortrag von Hermann Blumers von Création Holz, Herisau/CH, über das Megaprojekt für den Schweizer Uhrenhersteller Swatch. Er berichtete detailliert über den Stand der aufwändigen Vorbereitungen für dieses faszinierende Bauwerk nach dem Entwurf des japanischen Architekt Shigeru Ban. Der japanische Architekt entwarf die beiden Gebäudekomplexe die Form eines Drachenkopfes, der in einen Holzbau-Leckerbissen beißt (s. Abbildung).

Zunehmend ausgereifte Lösungen und Produkte prägten einen Teil der Vorträge, die sich mit dem Thema Brandschutz im Holzbau befassten. Während weltweit – von Kanada über die Schweiz bis nach Japan – die bauaufsichtlichen Regelungen den neuesten Erkenntnissen der Forschung angepasst werden, besteht nach Auffassung einiger in Deutschland das größte Hindernis für den Einsatz innovativer und bewährter Brandschutzprodukte im langwierigen und komplizierten System der Erteilung von Zulassungen.
Prof. Dr. Andrea Frangi von der ETH in Zürich zeigte in seinem Referat ein Übersicht über vereinfachte Bemessungsmethoden im Brandfall für typische statische Verbindungen im Holzbau. Ersatz von Stahlverbindungen durch Holzdübel
Über den Brandschutz von nichttragenden Außenwänden anhand gebauter Baeispiele referierte Dr. Dirk Kruse von Dehne Krause Brandschutzingenieure und Reinhard Wiederkehr, Büro Makiol + Wiederkehr, berichtete von Erfahrungen mit gebauten Beispielen zu brandschutztechnisch einwandfreiem Entwurf und ebensolcher Ausführung.

Holzbau und Hochhaus sind keine Gegensätze. Prof. Hermann Kaufmann stellte das Illwerke Zentrum in Montafon vor, ein Projekt, das auf den LifeCycleTower, einem Hochhausprojekt in Holz, zurückgeht, der hier jedoch quergelegt wurde. Mit einer Länge von ca. Nutzfläche von ca. 10.000 m² und einem Rauminhalt von ca. 45.000 m³ ragt er weit in das Pumpspeicherbecken Rodund. Holz hat eine besondere Atmosphäre
Mit einem 14 Geschosser aus Bergen wartete Norwegen als Gastland beim diesjährigen IHF auf. Architekt Rune Abrahamsen stellte das geplante Hochhaus aus Holz vor. In puncto Holzbau ganz nach oben will auch Schweden mit dem 13-geschossigen Cedarhouse von Folkhem Architekten in Stockholm und in Vancouver, Kanada, werden Machbarkeitsstudien für einen 40 geschossigen Holzbau entwickelt.

zuletzt editiert am 27. April 2021
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