Luftaufnahme der Heidelberger Altstadt mit der Heiliggeistkirche im Vordergrund und dem Neckar im Hintergrund.
Zwei neue WTA-Merkblätter sind zum Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen erschienen: sie behandeln die Themen Sonderbauten sowie Klassifizierung von Bestandsbauteilen. (Quelle: Komodowaran / Pixabay)

Planung | Ausführung 2026-09-21T00:00:00Z Neue WTA-Merkblätter zum Brandschutz im Bestand erschienen

Zwei neue WTA-Merkblätter sind im August 2026 erschienen. Diese thematisieren den Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen für Sonderbauten sowie die Klassifizierung von Bestandsbauteilen. Die Entwürfe waren im September 2025 erschienen.

WTA-Merkblätter präsentieren den aktuellen Stand der Technik und dessen Umsetzung in der Praxis. Sie werden von Arbeitsgruppen innerhalb der WTA International erarbeitet.

Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen nach WTA IV: Sonderbauten (Merkblatt 11-4 / Ausgabe: 08.2026)

Sonderbauten unterscheiden sich aufgrund ihrer Geometrie und Nutzungsart hinsichtlich des Brandschutzes von sog. Standardgebäuden wie Wohn- oder Bürogebäuden. Sie können meist nicht vollständig nach den jeweiligen Landesbauordnungen bewertet werden, insbesondere bei Bestands- und denkmalgeschützten Gebäuden. Hier bestehen oft Konflikte zwischen aktuellen Anforderungen und bestehenden Gegebenheiten, etwa bei historischer Bausubstanz, offenen Treppenanlagen oder unzureichenden Brandmeldeeinrichtungen.

Die Brandschutzplanung für Sonderbauten im Bestand oder bei denkmalgeschützten Gebäuden variiert je nach Ausgangssituation und Zielsetzung, z. B. Fortführung der Nutzung, Modernisierung oder Umbau. Dabei muss stets ein der besonderen Art oder Nutzung entsprechendes Sicherheitsniveau gewährleistet sein. Das Merkblatt umfasst 21 Seiten und erläutert die typischen Ausgangslagen und wesentlichen Aspekte der Brandschutzplanung – baulich, anlagentechnisch, organisatorisch und abwehrend – und veranschaulicht diese mit Praxisbeispielen.

Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen nach WTA VII: Klassifizierung von Bestandsbauteilen (Merkblatt 11-7 / Ausgabe: 08.2026)

Das Merkblatt baut auf den bisherigen WTA-Merkblättern „Brandschutz im Bestand und bei Baudenkmalen nach WTA“ auf und behandelt Möglichkeiten zur brandschutztechnischen Klassifizierung tragender, aussteifender und raumabschließender Bauteile im Bestand. Es zeigt, wie sich die Brandschutzanforderungen seit 1934 entwickelt haben und erläutert dies anhand häufiger Praxisbeispiele. Zusätzlich bietet es einen Überblick über alternative Methoden zur Erfassung und Bewertung der Brandschutzqualität von bestehenden Bauteilen.

Das 22-seitige Merkblatt unterstützt die Erstellung von Brandschutzkonzepten, die bestehende Bausubstanz berücksichtigen und dadurch Abbrüche vermeiden sowie Ressourcen schonen. Es betont die frühzeitige Zusammenarbeit von Brandschutz- und Tragwerksplanenden, unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Zuständigkeiten.

WTA-Merkblätter als Druckversion und Download

Die WTA-Merkblätter können als Printfassung bei der WTA-Geschäftsstelle sowie zum Download beim Fraunhofer IRB bestellt werden.

www.wta-international.org

zuletzt editiert am 21. September 2026
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