2015-02 Variotec Schwerentflammbares Vakuumdämmelement
Mit dem neuen System lässt sich die Dämmstärke hinter den Fassadenplatten reduzieren. (Bild: VARIOTEC)

Branche | Markt 2015-02-05T00:00:00Z Schwerentflammbares Vakuumdämmelement

Auf der BAU 2015 präsentierte VARIOTEC das neue Vakuumdämmelement „VT-A-B1“. Mit dem schwerentflammbaren, bauaufsichtlich zugelassenen System der QASA-Familie können Planer vorgehängte, hinterlüftete Fassaden (VHF) sehr schlank ausbilden.

Februar 2015. VARIOTEC bietet mit dem Vakuumdämmelement „VT-A-B1“ eine schlanke Systemlösung an. Der Zusatz B1 im Produktnamen dokumentiert die Schwerentflammbarkeit. Martin Forstner, Projektarchitekt bei VARIOTEC, erläutert: „Unsere Standard-Vakuumdämmung wird als normalentflammbar, also B2, eingestuft. Der Einsatz im Bereich der vorgehängten hinterlüfteten Fassade war deshalb aus brandschutztechnischen Gründen ausgeschlossen. Mit der Entwicklung der B1-Variante bahnt sich dieses VIP-System jetzt auch den Weg in die VHF.“ Das System konnte bereits bei Gebäuden mit vier bzw. sieben Geschossen in München eingesetzt werden.

Mit den Elementen lassen sich laut Hersteller fast drei Viertel der konventionellen Dämmstärke einsparen. Die Konstruktion besitzt lediglich 56 mm Gesamtdicke und einen UW-Wert von 0,175 W/(m²K). „Diese Reduktion an der Wand schafft mehr Nutzfläche. Gleichzeitig erfüllen die Gebäude damit die hohen Dämmstandards“, schwärmt Forstner. Die neuartige Lösung entwickelte VARIOTEC gemeinsam mit dem Braunschweiger Unterkonstruktionsanbieter GIP, dessen System Veco nun zusammen mit dem neuen B1-QASA-Element zum Einsatz kommt.
Die Dämmpakete bestehen aus einem 50 mm starken VIP-Kern (Vakuum-Isulations-Paneel), den beidseitig 3 mm Deckschichten aus nichtbrennbarem Material (A1) schützen. Ein 15 mm starker umlaufender Rand, ebenfalls aus A1-Material, umschließt die Kanten und erlaubt die Durchdringung der Ankerstangen, an denen die Fassadenplatten später hängen.

Ein eng mit VARIOTEC und dem Unterkonstruktionsanbieter abgestimmter Verlegeplan zeigt dem Verarbeiter, an welcher Stelle er die millimetergenau vorgefertigten Dämmelemente auf die Rohbauwand kleben muss. Das soll Zeit sparen und den Zuschnitt ersetzen. Der vollflächig aufgebrachte mineralische Kleber verhindert dabei eine Querlüftung zwischen Wand und Dämmelement. Das von außen aufgebrachte Klebeband dichtet die Fugen ab und erzeugt die winddichte Ebene, was eine Folie oder eine Kaschierung ersetzt. Da die Ankermontage nach dem Einbau der Vakuumdämmelemente erfolgt und diese nur punktförmig durchdringt, ist eine nahezu vollflächige Dämmebene gewährleistet. „Bei uns stören keine linearen Ankerschienen wie bei herkömmlichen Dämmfassadensystemen. Sollen Agraffenschienen zum Einsatz kommen, erfolgt deren Einbau vor der Dämmebene. Die punktförmigen Anker können die anstehenden Lasten aller Bekleidungsarten problemlos aufnehmen“, erklärt Martin Forstner die Technik.
Das vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) unter der Nummer Z-23.11-1779 bauaufsichtlich zugelassene System bietet Hersteller VARIOTEC projektbezogen als verlegefertigen Bausatz an.

VARIOTEC GmbH & Co. KG
www.variotec.de

zuletzt editiert am 27. April 2021
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