Das Zukunftsforschungsinstitut 2b AHEAD ThinkTank hat in Zusammenarbeit mit Hekatron und Schlentzek & Kühn die Trendstudie "Das sichere Gebäude der Zukunft" erstellt. Diese beschäftigt sich mit den Chancen und Herausforderungen für die Zukunft der Sicherheitsbranche.
September 2016. "Die Digitalisierung und Vernetzung durchdringt mit exponentiell wachsendem Tempo mehr und mehr Lebens- und Arbeitsbereiche – die Lebens- und Arbeitswelten der Menschen des Jahres 2026 werden sich grundlegend von den heutigen unterscheiden“, lautet einer der Ausgangspunkte der neuen Trendstudie. Künftig werde die Digitalisierung alle Lebensbereiche mit Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen. Weit über Computer und Smartphones hinaus entwickeln sich nach und nach alle Gegenstände, deren Nutzen sich durch Vernetzung steigern lässt, zu Internetgeräten – "das ‚Internet der Dinge’ umfasst in Zukunft nicht nur einzelne Häuser, sondern ganze Städte, letztlich die ganze Welt“, sagen die Autoren der Trendstudie voraus.
Smart Home und Smart Building – heute schon in aller Munde und in Ansätzen auch schon vorhanden – werden sich laut der Studie weiter perfektionieren und zur Smart City zusammenwachsen. "Entscheidend ist dabei, dass in Zukunft alle Bauteile eines Gebäudes – also wirklich jedes einzelne Teil – zur Sicherheit eines Gebäudes beitragen werden“, betont Peter Ohmberger, Geschäftsführer der Hekatron Vertriebs GmbH. "Dies wird durch die Tatsache ermöglicht, dass einerseits die notwendige Sensorik in den nächsten Jahren noch deutlich kostengünstiger und praktisch in jedes Bauteil integriert sein wird, zweitens alle Gewerke über interoperatible Netzwerke verbunden sind und drittens die intelligenten Algorithmen und notwendigen Rechnerleistungen zur Verfügung stehen. Dadurch werden ganz neue Geschäftsmodelle entstehen, das Produkt wird Mittel zum Zweck, viele ‚analoge’ Prozesse werden ‚digitalisiert’ werden und daraus resultierend ganze Wertschöpfungsketten und Wertschöpfungscluster einfach verschwinden.“ Peter Ohmberger prognostiziert weiter: "Firmen, die heute nur Teilgewerke wie Brandmeldeanlagen, Einbruchmeldeanlagen oder z. B. Zutrittskontrollen herstellen und vertreiben, müssen sich grundlegend neu aufstellen, wenn sie am Markt im digitalen und vernetzten Zeitalter der Gebäudetechnik bestehen wollen. "
Sieben technologisch mögliche Sicherheitsversprechen
Technologie steigert bereits heute die Sicherheit unserer Gebäude mit Brandmeldeanlagen, Gegensprechanlagen, Überwachungskameras und elektronischen Eingangskontrollen. Aber die Entwicklung geht weiter und bietet laut den Ergebnissen der Studie folgende sieben technologisch mögliche Sicherheitsversprechen:
Das sichere Gebäude der Zukunft wehrt demnach nicht nur Gefahren für Leib und Leben ab. Trotz eines Mehr an Technik wird es einfacher – unabhängig von Alter, Bildung und Kulturkreis können die Nutzer das Smart Home von morgen intuitiv bedienen und Installationen im Plug & Play-Verfahren selbst vornehmen. Zudem steigert das sichere Gebäude den Komfort, indem es seinem Bewohner Aufgaben abnimmt. Flexibel stellt es sich auf die individuellen Lebensphasen und -situationen seiner Nutzer ein. Darüber hinaus steigert die Technologie die Effizienz des Gebäudes, vor allem was den Einsatz von Ressourcen wie Energie, Zeit und Geld angeht. Die Smartness des Gebäudes der Zukunft erlaubt es zudem, die Gesundheit seines Nutzers zu überwachen und zu verbessern. Indem es verschiedene Daten erfasst, die Aufschlüsse über die Gesundheit der Bewohner erlauben, ermöglicht es ein umfassendes Gesundheitstracking und kann auch proaktiv tätig werden, indem es beispielsweise Stürze älterer Menschen verhindern hilft. Das siebente und letzte technologisch mögliche Sicherheitsversprechen ist laut der Studie gleichzeitig das umfassendste: Das sichere Gebäude wird integraler Teil des Lebens. Es bietet die zentrale Schnittstelle zu Finanzen, Entertainment und Gesundheit, sammelt und verarbeitet Daten aus allen diesen Bereichen und schafft einen Mehrwert für den Nutzer, indem es auf seine Bedürfnisse zielgenau reagiert.
Datenschutz bekommt eine neue Bedeutung
Bei der Vielzahl der Daten, die zukünftig gesammelt und auch in Zusammenhang mit der Vernetzung per Fernzugriff verfügbar gemacht werden können, spielt auch der Datenschutz eine wichtige Rolle. Es zeichne sich ab, dass immer größere Teile der Bevölkerung ihre Daten nicht verheimlichen wollen, dass der Datenschutz ihnen aber nach wie vor eminent wichtig ist. "Vertrauen ist gerade in der digitalen Welt der entscheidende Keyfaktor. Dabei spielen Datenschutz, Datensicherheit sowie die Hoheit über ‚meine’ Daten die entscheidende Rolle. Gerade beim Thema Sicherheit ist es unabdingbar, dass der Kunde Herr über ‚seine’ Daten bleibt. Er allein entscheidet darüber, welchen Grad der Datenbereitstellung und damit auch welchen Grad des Mehrwertes und der Performance er durch die digitalen Geschäftsmodelle nutzen möchte“, erläutert Peter Ohmberger.
Radikale Änderungen weit über die Branche hinaus
Wie Peter Ohmberger ausführt, bringt die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung nicht nur für die Bewohner und Nutzer eines Smart Home oder Smart Buildings radikale Änderungen mit sich: "Viele Berufsbilder werden sich durch diesen Prozess komplett verändern oder gar verschwinden. Wer braucht denn noch den Berater, den Verkäufer oder z. B. den Wartungstechniker und den Instandhalter, wenn die digitale Plattform so viel Wissen, Expertise, Flexibilität und Transparenz mitbringt und damit den Status der Systeme oder die Bedürfnisse der Nutzer oder Bewohner vielleicht sogar besser kennt als diese selbst? Die Trendstudie prognostiziert eine Ära der Vollbeschäftigung, aber die Tätigkeiten werden andere sein und viele Menschen und damit auch Firmen werden sich für neue Aufgaben und neue Herausforderungen qualifizieren und weiterentwickeln müssen oder durchs Raster fallen.“
Die gesamte Studie mit allen Ergebnissen steht zum kostenlosen Download zur Verfügung:
www.hekatron.de/sonderseite/138.html
Hekatron Vertriebs GmbH
www.hekatron.de
siehe auch:
Schlentzek & Kühn GmbH
www.sicherheitdirekt.de
2b AHEAD ThinkTank GmbH
www.2bahead.com
