Die neue Richtlinie VDI 2263 „Staubbrände und Staubexplosionen; Gefahren - Beurteilung - Schutzmaßnahmen“ ist ab Februar 2017 als Entwurf erhältlich. Sie bietet eine Übersicht über die von brennbaren Stäuben ausgehenden Gefahren und die Schutzmaßnahmen vor Staubbränden und Staubexplosionen.
Januar 2017. Brände und Explosionen können je nach verwendetem Produkt und Art des Verfahrens durch Entzündung von Staub-/Luft-Gemischen, Dampf/Luft-Gemischen sowie hybriden Gemischen oder durch Zersetzungsreaktionen entstehen. In vielen Anwendungsfällen ist die Entstehung einer explosionsfähigen Atmosphäre nicht sicher auszuschließen, erklärt der VDI. Die neue Richtlinie VDI 2263 bietet eine komplette Übersicht über die von brennbaren Stäuben ausgehenden Gefahren und die Schutzmaßnahmen vor Staubbränden und Staubexplosionen und ist auf die Anforderungen von Anlagenbetreibern zugeschnitten.
VDI 2263 geht zunächst auf die notwendigen Voraussetzungen für Staubbrände und Staubexplosionen ein, gibt Hinweise zum Entstehen von Staub und beschreibt das Brand- und Explosionsverhalten von abgelagerten und aufgewirbelten Stäuben. Auf Untersuchungsverfahren, die ausführlich in der Richtlinie VDI 2263 Blatt 1 beschrieben werden, wird im Zusammenhang mit den jeweiligen Schutzmaßnahmen hingewiesen.
Schutzmaßnahmen gegen Staubbrände werden im Zusammenhang mit dem vorbeugenden, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz erörtert. Dazu wird insbesondere auf Silobrände eingegangen. Bei den Schutzmaßnahmen gegen Staubexplosionen wird auf wichtige Aspekte der Gefahrstoffverordnung und der europäischen ATEX-Richtlinie sowie der aktuellen technischen Regelsetzung verwiesen. Hinzu kommen praktische Tipps zum Explosionsschutzdokument, zur Gefährdungsbeurteilung, zur Zoneneinteilung und der Bewertung von Altanlagen.
Ausführlich behandelt werden in der Richtlinie Maßnahmen zum vorbeugenden Explosionsschutz wie das Vermeiden explosionsfähiger Gemische, die Inertisierung, Zündquellenvermeidung usw. und Maßnahmen zum konstruktiven Explosionsschutz. Wichtige Einzelmaßnahmen werden in einem gesonderten Abschnitt unter Hinweis auf Beispielblätter der Richtlinienreihe VDI 2263 dargelegt. Die Richtlinie wendet sich an Verantwortliche in der Industrie, die Anlagen betreiben, bei denen es zu Staubbränden und Staubexplosionen kommen kann.
Herausgeber der Richtlinie VDI 2263 „Staubbrände und Staubexplosionen; Gefahren - Beurteilung - Schutzmaßnahmen“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU).
Die Richtlinie ist ab Februar als Entwurf zum Preis von EUR 95,90 beim Beuth Verlag (+49 30 2601-2260) erhältlich. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals. Die Einspruchsfrist endet am 31.07.2017.
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.
VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)
www.vdi.de/geu
www.vdi.de/2263
