Brandschutztüren sind bei abgeschaltetem Netzstrom beispielsweise für Menschen im Rollstuhl schwer zu öffnen. ECO Schulte hat dafür eine Sondersteuerung für Drehtürantriebe entwickelt. Ein blinkender Taster weist auf die Funktion hin, die auch funktioniert, wenn der Strom auf Notversorgung umgestellt ist.
Im Fall eines erkannten Brandes schließen in öffentlichen Gebäuden die Brandabschnittstüren, der Strom wird auf Notversorgung umgeschaltet. Für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung kann es schwierig sein, die oft schweren, motorisch unterstützten Brandabschnittstüren zu öffnen, wenn die Muskelkraft nicht reicht und niemand helfen kann: ECO Schulte hat dafür eine Lösung entwickelt.
Die Aufgabe stellte sich in einem großen Bauprojekt in Hamburg – gefragt war vom Bauherrn eine dezentrale, pragmatische Sonderlösung mit Standardkomponenten und ohne eine ganz große Überplanung des Flucht- und Rettungskonzepts. Dirk Huber, Leiter des Produktmanagements bei ECO Schulte: „Hauptproblem: Wir müssen die Drehtürantriebe reaktivieren nach ausgelöstem Brandalarm und brauchen zudem Strom zum motorischen Betrieb der Tür – wenigstens noch einige Male.“
Die Idee basiert auf einer Sondersteuerung, die dafür sorgt, dass relevante Drehtürantriebe selbst nach Auslösung durch die Brandmeldeanlage oder Rauchmelder in einem Sondermodus aktiv bleiben. Dieser Modus erlaubt die automatische Öffnung der Türen in Fluchtrichtung und ermöglicht damit ein barrierefreies Entkommen für alle. Der notwendige elektrische Strom wird dabei entweder über lokale USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) oder Gebäude-Ersatzstrom zur Verfügung gestellt.
Viele der Komponenten dazu kommen aus dem ECO Schulte Standardprogramm: Drehtürantrieb, USV und ein extra Taster, der im Sondermodus-Betrieb optisch über Lichtblinken signalisiert, dass die Tür sich noch öffnen lässt.
Die Sondersteuerung wurde neu entwickelt und kann laut Hersteller für zukünftige Projekte einfach adaptiert werden. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde hat für die gesamte Lösung eine ZiE (Zustimmung im Einzelfall als bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis) ausgesprochen.
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