Systemair hat nach DIN EN 12101-6 geprüfte Bausätze für die Leistungsklassen RDA 1-SK1/-SK2, RDA 2 und RDA 3 entwickelt. Für Planer wird dadurch die Auslegung der Gesamtanlage erleichtert.
Die vom I.F.I. Institut für Industrieaerodynamik GmbH geprüften Systemair-Bausätze bestehen aus Hochleistungszu- und gegebenenfalls -ablüfter mit Regelung über Frequenzumformer, Bremswiderstand und Drucksensor. Der Bausatz überwacht permanent die Sensoren und steuert die Zu- und Abluftventilatoren bedarfsgerecht drehzahlgeregelt an.
Um eine möglichst breite Palette an Anwendungsbereichen abzudecken, sind vom I.F.I. Systemkombinationen für Volumenströme im Abströmweg zwischen 11.000 und 20.000 m³/h bei Nenndruckdifferenzen von 31 bzw. 35 Pa in Familienbildung geprüft worden. Dank der Familienbildung können somit auch größere Ventilatoren aus diesen Produktreihen mit noch höheren Volumenströmen eingesetzt werden.
Der I.F.I.-geprüfte Systemair-Bausatz RDA 1-SK1 ist für RDA-Anlagen mit natürlicher Abströmung und für Spüllüftungsanlagen einsetzbar. Er besteht aus einem axialen Zuluftventilator, einem Frequenzumformer mit Bremswiderstand und einem Drucksensor. Dieses System ermöglicht die natürliche Abströmung der Luft aus dem Gebäude über Fenster oder einen Abluftschacht. Dabei sind die entsprechenden Druckverluste zu beachten. Bei der Prüfung des Systems wurde festgelegt, dass keine Leckagen vorhanden sind. Damit eröffnen sich auch Einsatzmöglichkeiten in Anlagen, bei denen eine Öffnung im Treppenraum nicht möglich ist.
Der zweite geprüfte RDA-Bausatz (RDA 2) ist für Rauchdruckanlagen mit mechanischer Abströmung über einen axialen F300-Abluftventilator konzipiert. Der Vorteil: Das System kann flexibel auf die bauseitigen Bedingungen abgestimmt werden. Der dritte geprüfte RDA-Bausatz (RDA 3) schließlich ist ähnlich aufgebaut, allerdings mit einem radialen F600-Abluftventilator.
RDA-Anlagen (Rauchschutzdruckanlagen) sorgen im Brandfall beispielsweise dafür, als Rettungswege definierte Treppenhäuser oder Flure rauchfrei zu halten. Für die Funktionalität spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um horizontale oder vertikale Fluchtwege handelt: Mit der automatischen oder manuellen Auslösung wird ein Zulüfter angesteuert. Über Drucksensoren wird der Zulüfter dann drehzahlgeregelt genau in dem Betriebsdruck gefahren, der für den hinreichenden Luftaustausch im Flucht- und Rettungsweg notwendig ist.
Das Zusammenspiel aus dimensionierten Zu- und Abluftöffnungen, den gegebenenfalls notwendigen Kanälen sowie den jeweiligen Lüftern und Druckdosen ist dabei sehr komplex – diese müssen im Brandfall über eine entsprechend intelligente Steuerung passgenau aufeinander abgestimmt funktionieren.
Newsletter: Bleiben Sie auf dem Laufenden
Neuigkeiten aus der Branche und Fachinformationen zum vorbeugenden Brandschutz:
Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen Newsletter an!
